seitan is my motor

Samstag

31

Dezember 2011

13

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Mein Kochbuch des Jahres: Hearty Vegan Meals for Monster Appetites

Meine beiden Lieblingskochbuchautorinnen haben ein neues Buch veröffentlicht: Hearty Vegan Meals for Monster Appetites. Auch diesmal durfte ich die Rezepte testen, bevor das Buch auf den Markt kam. Seitdem haben wir so viel aus dem Buch gekocht wie aus keinem anderen. Ihm zugrunde liegt das Konzept “comfort food”. Klassiker wie Mac and Cheese, Burger, Eintöpfe, Pizza oder auch bestimmte Fleischgerichte werden hier nicht nur “veganisiert”, sondern die Rezepte sind so gestaltet, dass man oft ohne Fleisch- oder Milchersatzprodukte auskommt oder die entsprechenden Rezepte zum Selbermachen gleich mitgeliefert werden.

Auch wenn das Buch für den nordamerikanischen Markt geschrieben wurde, sind alle Mengenangaben sowohl US-amerikanisch als auch metrisch. Die Rezeptkapitel sind übersichtlich nach Frühstück, Hauptgericht, Beilage, Sauce, Dressing, Aufstrich u.ä, Brot und Nachtisch unterteilt.

Besonders das Frühstückskapitel ist sehr interessant, denn mit dem ausgibigen nordamerikanischen Frühstück kann die deutsche Schnitte nicht mithalten. Zugegeben, das ist wahrscheinlich nichts für den Alltag. Aber am Wochenende kann man sich ja zum Beispiel im Rahmen eines Brunches folgende Dinge gönnen: Piña Colada French Toast mit Candied Macadamia Nuts, Cocoa Kahlúa Pancakes, Banana Split Waffles, Hickory-Smoked Breakfast Strips, Tofuevos Rancheros, Chorizo und Egg Frittata. Muffins und süße Brötchen gibt es natürlich auch.

Der Hauptgerichteteil hat es uns besonders angetan. In den letzten Wochen fehlte es bei uns an Kreativität und Zeit. Deshalb wurde einfach das Kochbuch aufgeschlagen und ein Gericht rausgesucht, für das wir die meisten Zutaten zu Hause hatten. Dann noch schnell den Rest im Supermarkt eingekauft und los gings. Die Mulligatawny Soup und das  Stew-Tatouille mit TVP (Sojaschnetzel) Chorizo zum Beispiel wurden gleich in großen Mengen gekocht. Für Freunde haben wir einen ganz einfachen und sehr aromatischen Linseneintopf gemacht: Lentil and Bacon Pot o’ Stew  mit Tempeh Bacon. Zu Weihnachten gab es dann für uns und dieselben Freunde ein Meatloaf, das sehr zart war und auch nicht, wie so manch andere ähnliche Kreation, auseinanderzufallen drohte.

Ein ganz besonderes Rezept ist die Patatas Bravas Frittata. Genau wie das Meatloaf wird sie mit Glutenpulver gemacht und ist deshalb nicht nur sehr herzhaft, sondern macht auch ordentlich satt.

Auch ein paar Nudelgerichte haben uns gut gefallen: Pasta Alla Formiana, Sautéed Cheese Tortellini und Twice-Baked Spaghetti.

Das Bild von der Pasta alla Formiana ist nicht so gut gelungen, was sicher auch daran lag, dass wir sie unbeding essen wollten.

Diesem Buch verdanke ich übrigens, dass ich eines meiner wenigen Lieblingsgerichte aus vegetarischen Zeiten zurückbekommen habe: Eggplant Parmigiana. Das sind frittierte Auberginen mit Tomatensauce, Unmengen von Öl und viel Käse. P. hat das immer für mich und unsere Freunde gemacht. Als ich Veganerin wurde, gab es das dann nicht mehr. Bis wir dieses wundervolle Rezept ausprobieren konnten, welches ohne jeden Zweifel mit der “Originalversion” mithalten kann.

Da wir große Kichererbsenfans sind, haben wir diese Spicy Chickpeas auch oft gemacht. Eigentlich als Beilage gedacht, machen wir immer eine größere Menge und essen sie dann als Haupgericht.

Interessant fanden wir auch das Rezept für “German” Potato Salad. Da gibt es ja eigentlich unendlich viele Versionen. Ich kenne den mit Pellkartoffeln, Mayonnaise und Fleischsalat. So hat ihn immer meine Oma gemacht und auf das Rezept schwöre ich ebenfalls. Celine und Joni bieten eine süddeutsche Version mit karamellisierten Zwiebeln und Speck. Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich das mal zugeben würde, aber der war auch sehr lecker…

Wer gerne Brot oder Brötchen backt, kommt mit diesem Buch auf seine Kosten. Die Rezepte sind wirklich originell und dabei ganz einfach in der Zubereitung. Zuerst haben wir das Sweet Whole Wheat Rye Bread ausprobiert. Wenn man an starke Roggensauerteigbrote gewöhnt ist, hört sich das zunächst sehr gewöhnungsbedürftig an. Aber auch von diesem Rezept war ich sehr postitiv überrascht.

Genau wie von den Peanut Butter Pretzels, die mit grober Erdnussbutter gemacht werden.  Sie werden vor dem Backen statt in Brezellauge ganz einfach in eine Natronlösung gelegt.

Auch die Pinto Bean Tortilla Rolls fanden wir ganz toll. Chips und Bohnen im Brötchen…

Die garlic Knots eignen sich super als Beilage zu Pastagerichten oder schmecken auch einfach so mit Alsan.

Wie bereits erwähnt, gibt es in diesem Buch viele Saucen und Basics, die es sich lohnt selberzumachen. Mayonnaise, saure Sahne, Parmesan, Käsesauce, etc. Unser Lieblingsparmesanrezept ist der Hemp Almond Parmesan. Wenn man allerdings Dinge wie Kokosmehl oder Macapulver nicht vorrätig hat, sind die Walnut Parmesan Sprinkles eine gute Alternative.

Was ganz tolles ist auch der Altella Spread (das Rezept gibt es auf Celine’s blog). Wir waren noch nie Nutellafans. Die Kombination aus Kakaopulver und billigem Öl hat uns nie gereizt. Diesen Aufstrich haben wir allerdings schon oft gemacht, weil er genau ohne diese Zutaten auskommt.

Der letzte und beste teil des Buchert liefert jede menge tolle Dessertrezepte: Eis, Pie, Pudding, Kekse, Kuchen usw. Da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Dieses Erdnussbuttereis war nicht sehr lange in unserem Tiefkühlfach…

Zu Weihnachten haben wir den Apple Pie with Pecan Crust gemacht. Der Boden war ganz leicht und schnell herzustellen und die Kombination aus Äpfeln und Nüssen gerade im Winder unschlagbar.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Kochbuch eines meiner liebsten Dinge im Jahr 2011 war. Sicherlich werden wir es auch nächstes Jahr viel benutzen. Bis dahin wünsche ich aber erstmal allen einen guten Rutsch!

13 Comments

    • Mihl

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