seitan is my motor

Montag

22

Juli 2013

14

COMMENTS

Kochen und Backen im Juli

pearcake

Viele Sachen sind diesen Monat passiert. Viel Arbeit, meine Familie kam aus Norddeutschland vorbei und ich habe mir ein paar Bastelprojekte überlegt und dafür Sachen bei Dawanda bestellt. Wenn ich die Zeit hatte Fotos zu machen, habe ich diese gemacht. Heute habe ich frei und endlich Zeit, sie hier zu veröffentlichen.
pearcakeDas ist ein einfacher Birnenkuchen mit Walnüssen, viel Rum und viel Vanille. Der Teig eignet sich für alle möglichen Früchte, also habe ich den Kuchen gleich nochmal mit Aprikosen gemacht.pearcake
Diesmal aber ohne Walnüsse, dafür mit Kokosöl und Kokosflocken und in einer Minispringform. Haben wir alles auf einmal aufgegessen.

apricot cake

Die Aprikosen sind ein bisschen verbrannt, aber das hat man kaum geschmeckt. Vielleicht hätte ich sie mit der Schnittfläche nach unten auf den Teig legen sollen.

pearsandpeaches

Als wir neulich in Dänemark waren, habe ich Grahammehl gefunden. Das gab es dort in jedem Supermarkt. Es ist ein Vollkornmehl, bei dem die einzelnen Bestandteile beim Mahlen getrennt und dann wieder in eine Tüte gekippt werden, so dass etwas mehr Kleie drin ist.

graham flour

Es war interessant, mit diesem Mehl zu backen. Ich habe süße Hefemuffins mit Schokolade und Cranberries gemacht. Das Grahammehl brauchte viel Wasser und die gebackenen Mufins waren sehr dunkel. Geschmacklich war es ziemlich rustikal. Man kann so etwas ähnliches sicher mit einer gröberen Einstellung auf der Getreidemühle selbermachen. Oder man gibt einfach etwas Kleie zu seinem Vollkornmehl.

chocolate and cranberries

P. hat uns neulich Kakaobutter aus dem Bioladen mitgebracht. Bio und Fair Trade, deshalb auch etwas teuer. (Ich will nicht über den Preis meckern. Den fand ich okay. Könnte ich nur nicht jeden Tag kaufen. Abder dafür ist es ja auch nicht gedacht.) Ich wollte etwas Besonderes damit machen und entschied mich für Pralinen. Zur Kakaobutter habe ich noch Kokos- und Mandelmus, Vanille und etwas Kokosöl gegeben. Sie waren geschmacklich sehr mild und ich muss noch etwas am Rezept arbeiten. (Das muss Alkohol rein!)

chocolates

Mein Vater hat mir eine seiner Kameras dagelassen, eine Sigma SD 15, die mit einem besonderen Sensor arbeitet. Der sorgt dafür, dass die Farben besser und “getreuer” dargestellt werden. Ich muss aber noch ein bisschen an den Einstellungen rumfummeln, so ganz durchschaut habe ich es noch nicht. Das nächste Foto habe ich mit der Kamera gemacht und dann in Gimp ein bisschen Sepia hinzugefügt. Übrigens, ich will für eine Freundin ein Rezeptzine basteln und habe dafür ein Stemplealphabet, ein paar Stempelkissen und Masking Tape Aufkleber in diesem Dawanda-Shop bestellt.

vanilla

Ich fand schon immer eingelegte grüne Pfefferkörner toll. In letzter Zeit landen sie sogar in meinem Tomatenhummus. (Im Hintergrund im Ofen gegrillte Karotten und Limonenöl.)

pickled pepper hummus

Außerdem gab es bei uns viel Tempeh. Unsere Tochter mag es auch sehr gerne, besonders mit Erdnusssauce. Davon mache ich immer eine scharfe und eine milde, damit das Kind nicht tot umfällt. Obwohl sie sich langsam an etwas Schärfe gewöhnt hat.

tempeh

Es macht sehr viel Spaß, für uns drei zu kochen. Dazu haben wir eigentlich nur am Wochenende Zeit und dann teilen wir uns oft die Küchenarbeit. Aber manchmal schmeiße ich alle raus und dann wird was Aufwändiges gekocht. Wie dieses Seitangulasch.

goulash

Ich war mir nicht ganz sicher, ob unsere Tochter den Seitan essen würde. Der fällt ja manchmal etwas zäh aus. Also habe ich ihn roh in ganz kleine Stückchen geschnitten, angebraten und dann im Gulsch mitgekocht. Dadurch wurde er sehr zart und F. fand es super. Das Kochen macht auch deshalb so viel Spaß, weil F. alles isst. Wir hatten jetzt schon mehrere Diskussionen mit anderen Leuten darüber. Die können sich gar nicht vorstellen, dass das arme Kind wirklich ohne Fleisch auskommen muss. Was ja wirklich so einfach und unproblematisch ist, wenn wir ehrlich sind. (F. ist Vegetarierin, weil ihr Essen bei der Tagesmutter vegetarisch ist und wir uns alle aus verschiedenen Gründen auf diesen Kompromiss geeinigt haben.) Alle kommen immer mit: “Aber was kann sie denn dann noch essen?” Und dann kommt raus, dass F. ein viel breiteres Nahrungsmittelangebot zur Verfügung hat als die anderen Kinder. Tofu, Tempeh, Kichererbsen, Linsen, schwarze Bohnen, alle möglichen Gemüsesorten, Getreideprodukte und Obst. Da muss man sich wirklich keine Gedanken machen. Klar isst sie auch gerne Kekse und Pommes und wir lassen sie auch. Ich will nicht, dass sie Essen nach “gesund” und “ungesund” kategorisiert, denn meiner Meinung nach kann das auch nach hinten losgehen. Zum Beispiel will ich nicht, dass sie (pflanzliches) Essen mit pseudomoralischen beziehungsweise pseudoreligiösen Kategorien belegt und sich “schuldig” oder “schlecht” fühlt, wenn sie mal einen Keks isst. “Alles in Maßen” halte ich immer noch für eine gute Richtschnur.

P. S.1 Entschuldigt die wechselnden Stile und Lichtverhältnisse der Bilder. Ich bin mir immer noch nicht so ganz sicher, was mir gefällt. Aber ich neige eher zu den dunkleren Bildern. Bei uns in der Wohnung sind sowieso meistens nicht so gute Lichtverhältnisse zum Fotografieren. Und die hellen Bilder erscheinen mir zu bunt, zu knallig, zu magazinmäßig. Mein Essen leuchtet in der Regel nicht so.

P.S.2 Der neue Flickrlook gefällt mir überhaupt nicht. Ich lade meine Bilder dort immernoch hoch, ich habe mir aber auch eine neue Fotoseite gemacht, auf der man meine Bilder in Zukunft finden kann.

14 Comments

  1. Katrin
    • Mihl
        • Mihl

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Eat more cake.