Heute habe ich eine sehr ernste Frage an Euch alle. Wie denkt Ihr über Schokolade mit Frucht? Ich lebe mit jemadem zusammen, der diese Kombination hasst. Manchmal gebe ich ihm sogar recht. Schokolade und Orange zum Beispiel kann ich nicht ausstehen. Schokolade und Beeren sind mir egal. Ich hasse sie nicht, ich finde sie aber auch nicht so toll. Wenn es hingegen darum geht, Kirschen in einen Schokoladenkuchen zu stecken, bin ich immer dafür.

Kirschen sind süß und haben einen dezenten Geschmack, der sich mit der Schokolade gut ergänzt. Und außerdem haben sie eine Funktion im Backwerk. Sie sind robust und saftig. Daher sorgen sie für eine gute Haltbarkeit und Struktur. Wer also ohne viel Aufwand den perfekten Schokoladenkuchen backen möchte, sollte es mal mit dieser Kirschvariante probieren. Der Schokolade-und-Frucht-Hasser meines Vertrauens mochte ihn.

chocolate cherry guglhupf #vegan

Ach, wo wir gerade von perfekt reden. Das ist ja gar kein Guglhopf, gell? Weder die Form noch die Zutaten stimmen. Die traditionelle Guglhupfform war nicht aufzufinden und so musste es eine Kranzform mit 25 cm Durchmesser tun. Und der Teig ist ein fauler Backpulverteig und kein Hefeteig, wie es eigentlich sein müsste. Wer es traditioneller möchte, kann hier weiterlesen und wer nicht, die* fängt jetzt hoffentlich gleich an zu backen! Und um dann noch an die guten alten Zeiten anzuknüpfen, als wir veganes Backen noch für Hexenwerk hielten und uns richtig gruselten, wenn ein bestimmtes Wort fiel: Ja, Tofu ist hier auch drin. Und es schmeckt trotzdem. (Wissen wir ja auch schon seit zehn Jahren, oder?) Der Tofugeschmack ist selbstredend nicht vorhanden, aber dafür ein sehr saftiger Kuchen, der sich sauber anschneiden lässt. (Auf das empörte „Tofu im Kuchen????“ meiner Tochter folgte ein sehr zufriedener Gesichtsausdruck nach dem ersten Biss.)

Also ran an die Backform. Schnell!

chocolate cherry guglhupf #vegan

Für die Füllung habe ich eingemachte und gesüßte Sauerkirschen genommen. Mit denen gelingt es genauso gut wie mit frischen Süßkirschen und man spart sich das ganze Auspulen. Außerdem wollte ich die frischen Kirschen essen. Einfach so und ohne Kuchen. Weil’s die ersten waren. Ein paar habe ich dann aber doch noch zum Dekorieren übergelassen.

Der Teig ist übrigens sehr fest, fast so wie ein Brotteig. Das muss aber so, also bitte nicht mehr Flüssigkeit zugießen. Für die Deko haben sich anschließend Zahnstocher als Lebensretter erwiesen. Ich habe die eine Hälfte der Kirschen erst in Schokolade getaucht und dann mit Zahnstochern gleichmäßig auf dem Kuchen verteilt und festgesteckt. Dann die restlichen Kirschen ohne Schokolade dazwischengequetscht und ebenfalls festgesteckt. Anschließend wurden alle Zahnstocher versenkt. So sieht es perfekt aus, aber man lebt natürlich auch etwas gefährlich. Denkt also bitte beim Anschneiden uns Austeilen daran, den Gästen zu sagen, dass sie erst die Holzstäbchen raussuchen müssen.

Schokoladen-Kirsch-Guglhupf
Zutaten
Für den Kuchen
240 ml Soja- oder Mandelmilch
1 TL Weißweinessig
120 ml Öl
250 g Zucker
1 EL Vanilleextrakt (oder 1 TL gemahlene Vanille)
100 g Tofu, fest
400 g Mehl
20 g Kakaopulver
1/2 TL Salz
2 TL Backpulver
1 TL Backnatron
100 g dunkle Schokolade
160 g frische oder eingemachte Kirschen (entsteint)
Zum Verzieren
100 g dunkle Schokolade
1 TL Kokosfett oder Öl
ca. 25 frische Kirschen
 

Vorgehensweise

  1. Ofen auf 160°C vorheizen und eine Kranzform (25 cm Durchmesser) einfetten.
  2. Sojamilch und Essig mischen und 2-3 Minuten ruhen lassen.
  3. Die Sojamilchmischung zusammen mit Öl, Zucker, Vanille und Tofu pürieren.
  4. Mehl und Kakao in eine große Schüssel sieben.
  5. Backpulver, Natron und Salz dazugeben und alles gut vermischen.
  6. Schokolade im Wasserbad schmelzen.
  7. Flüssige Zutaten zu den trockenen geben und alles mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verarbeiten.
  8. Schokolade gleichmäßig unterheben.
  9. Die Hälfte des Teiges in die Form geben und mit der Hälfte der Kirschen bestreuen.
  10. Restlichen Teig darübergeben und zweite Hälfte der Kirschen hineindrücken.
  11. Ca. 60 Minuten backen. (Stäbchenprobe)
  12. 30 Minuten ruhen lassen, dann aus der Form lösen.
  13. Vollständig abkühlen lassen.
  14. Zum Verzieren Schokolade und Kokosfett im Wasserbad schmelzen und gut durchrühren.
  15. Die Hälfte der frischen Süßkirschen in die Schokolade tauchen und mit den Zahnstochern gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Zahnstocher versenken.
  16. Die restlichen Kirschen ebenfalls mit den Zahnstochern feststecken, so dass auf dem Kuchen immer eine Schokoladen- und eine Süßkirsche im Wechsel stehen.
  17. Restliche Schokolade über den Kuchen gießen und für 30 bis 45 Minuten kalt stellen.
  18. Servieren und an die Zahnstocher denken!

chocolate cherry guglhupf #vegan

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21 Comments

  • […] count! So Constanze’s site is my go-to for seeing what can be done, like this breathtaking Chocolate Cherry Guglhupf, Courtesan au Chocolat, Raspberry Fondant Ruffle Cake and these Homemade Vegan Marshmallows. I […]

  • Danie
    1 Jahr ago

    Hmm cherries are near impossible to find where I live. Do you think this could work with raspberries? Or strawberries? May not be as pretty as the cherries but I know I can find those

    • Mihl
      1 Jahr ago

      That might ruin the texture, because both raspberries and strawberries are so much softer than cherries. But you could try.

  • Brittany
    1 Jahr ago

    What is the purpose of using tofu in this recipe? Is there a way to make it without using tofu? THANKS!

    • Mihl
      1 Jahr ago

      You can find the info about the purpose of the tofu in the post. It adds moisture and texture. You could try to use soy yoghurt instead.vBut maybe you’ll have to adjust the amount of liquid and use less soy milk in that case.

  • Sarah
    1 Jahr ago

    Has anyone tried making this with a sugar substitute? What did you use and did it work out?

  • Lobna Hassan
    1 Jahr ago

    Looks great! You mentioned a coconut oil free option, but I can’t seem to find the altered recipe. Is there a link to it somewhere?
    Also is it a coconut oil and vegetable oil free option as well? I am on a no-oil no-sugar diet so it is great to find alterations and substitutions :)

    • Mihl
      1 Jahr ago

      There is only coconut oil in the glaze (1 teaspoon). Check the recipe, it calls for coconut oil or vegetable oil.
      Also, I have to apologize,but no, there isn’t an oil-free version. If you are looking for oil- and sugar-free recipes I am sorry to say that this is the wrong blog for you to look at. I always use lots of sugar and oil in my recipes. Sorry, again!

  • 1 Jahr ago

    Chocolate cherry is one of my very favourite combinations. And this looks amazing! Yay for coconut oil free option. :D

  • 1 Jahr ago

    Holy moly. These pictures are just stunning. I just finished eating a huge bowl of cherries. I love cherries so much. It would be hard for me to cook with cherries because I’m usually so busy eating them by the handful. However, this cake looks like it might be worth the effort of self-restraint!

  • Gill
    1 Jahr ago

    I love chocolate and anything, and that includes fruits especially cherry, strawberry, orange, raisins,….match made in heaven, though perhaps just a smidge less heavenly than choc and nuts.

  • 1 Jahr ago

    I am a HUGE fan of the fruit & chocolate combo. You pretty much can’t go wrong with it in my eyes but I did once try a raw chocolate bar with lemon which was beyond awful so it’s not foolproof! This cake looks epic as always and I love the toothpick tip – thanks for sharing.

  • 1 Jahr ago

    This is beautiful. I love fruit and chocolate, almost all of the time, I can’t really think of any fruits I don’t like with chocolate! Unfortunately most of my family are of the opposite opinion so I have to seek out special occasions to make chocolatey fruity things. I will have to add this recipe to my „special occasion“ folder :)

    • Mihl
      1 Jahr ago

      So it looks like I am not the only one who has such a folder. :)

  • 1 Jahr ago

    Früher mochte ich Schokolade nur in Kombination mit Banane. Dann probierte ich aber viel aus und inzwischen finde ich, dass jedes Obst seinen Reiz, v.a. Him-, Heidel-, oder schwarze Johannisbeeren finde ich super lecker.
    Dein Kuchen sieht klasse aus (sooo schöne Fotos) und erinnert mich daran, dass ich auch bald wieder Gugelhupf backen sollte – am besten mit viiiiel Schokolade. :-)
    Danke für die tolle Inspiration!

    • Mihl
      1 Jahr ago

      Banane und Schoko finde ich total schrecklich. Leider. Aber Johannisbeeren und Brombeeren sind auch gut. Ich merke gerade, es ist gar nicht so schlimm, wie ich dachte.

  • wow that is gorgeous – I am all for chocolate and fruit esp cherries – I paired chocolate and figs last week which I loved! And I think one of the first vegan cakes I made had tofu in it – interesting that it was followed by beans and bean water given that tofu is actually bean derived as well

    • Mihl
      1 Jahr ago

      I haven’t thought of figs. But I think that combination would work for me, too.

  • 1 Jahr ago

    This looks so good, and these photos are the most beautiful cake photos I’ve ever seen!

    • Mihl
      1 Jahr ago

      Thank you, Erin!

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