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Ich schenke zu Weihnachten gerne selbstgemachte und essbare Dinge. Falls Ihr das auch macht, solltet Ihr dieses Knuspermüsli verschenken. Die Idee dazu kam mir, nachdem ich eine Lebkuchen-Schokolade probiert habe. Lebkuchen ist eigentlich gar nicht mein Fall, aber die warmen Gewürze ergänzen sich einmalig mit dem komplexen Geschmack einer dunklen Schokolade. Das ist so lecker, man sollte es zum Frühstück, zu Mittag und zu Abend essen. Ok, gut. Fangen wir mit dem Frühstück an. Oder vielleicht mit einem Snack, wenn süßes Frühstück nicht Euer Ding ist. Ein knuspriges Müsli mit wärmenden Gewürzen und aromatischer Schokolade, das passt doch bei kaltem Wetter bestens mit aufs Sofa, oder? Deshalb würde ich auch empfehlen, das Rezept gleich in doppelter Ausführung zu machen. Denn wen Ihr es erst einmal probiert habt, habt Ihr vielleicht gar keine Lust mehr, es an Freunde zu verschenken.

Lebkuchen Chocolate Granola

Das Rezept für dieses Knuspermüsli ist sehr flexibel. Statt dunklem Agavendicksaft kann man auch hellen nehmen. Ahorn- oder Reissirup geht auch. Haselnüsse kann man durch Mandeln oder Walnüsse ersetzen. Die Flocken sind auch in einer glutenfreien Variante denkbar. Statt Lebkuchengewürz kann man Spekulatiusgewürz nehmen. Solltet Ihr keines der beiden im Haus haben, könnt Ihr die Gewürzmischungen aus meinem E-Buch versuchen. (Auf Seite sechs.)

Hinweis zum Salz: Ich habe einen halben Teelöffel genommen, weil ich der Meinung war, dass dies alle Aromen nochmal besonders hervorhebt. Falls Euch das zu viel ist, tut es auch weniger. Das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Lebkuchen Chocolate Granola

Schokoknuspermüsli mit Lebkuchengewürz
ergibt ca. 5 Tassen
Zutaten
250 g Haferflocken (grob)
50 g Farinzucker (Ersatz: Vollrohrzucker, Mascobadozucker)
64 g (4 EL) Mandelbutter
2 TL Lebkuchengewürz
1 TL Zimt
1/4 – 1/2 TL Salz
60 ml Rapsöl
60 ml dunkler Agavendicksaft
60 g gehackte Haselnüsse
100 g dunkle Reismilchkuvertüre oder Zartbitterschokolade, fein gehackt
 

Vorgehensweise

  1. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 200°C vorheizen.
  2. Alle Zutaten (bis auf Haselnüsse und Schokolade) verrühren.
  3. Auf das Backblech streichen und 5 Minuten backen.
  4. Haselnüsse untermischen und weitere 7 Minutn backen.
  5. Herausnehmen und gehackte Schokolade untermischen.
  6. 2-3 Minuten warten, dann nochmal alles gut verrühren, sodass sich die geschmolzene Schokolade mit den restlichen Zutaten verbindet.
  7. Vollständig abkühlen lassen und in einen Glasbehälter füllen.

Lebkuchen Chocolate Granola

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Herzlich willkommen zum zweiten Teil auf dem Weg zum ultimativen veganen Croissant! (Teil eins findet Ihr hier. Bitte vor dem Backen lesen!) Das alles aufzuschreiben und die Fotos zu machen hat ungefähr genau so lange gedauert, wie die Croissants zu machen. Eigentlich noch länger. Ich freue mich immer, wenn ich die Zeit habe auch mal etwas Aufwendigeres für den Blog zu machen, denn schließlich sind Backen, Fotos machen und Bloggen sowieso meine Lieblingsbeschäftigungen. Deshalb hoffe ich auch sehr, das für die eine und den anderen diese Rezepte und Anleitungen hilfreich sind.

Aber lasst uns gleich mit dem Backen anfangen. Für beide Versionen (Margarine und Kokosfett) werden wir mit dem Hefeteig beginnen, den man am Abend vorher zubereiten und dann über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen muss.

vegan croissants with margarine or coconut oil

Noch ein kleiner Hinweis zum Mehl:

Für die Version mit Margarine (Alsan) habe ich Mehl Type 550 benutzt. Für die Version mit Kokosfett Dinkelmehl Type 630. Der Grund ist: Dinkelmehl hat eine schwächere Glutenstruktur und lässt sich meiner Erfahrung nach leichter ausrollen. Da das Arbeiten mit Kokosfett nicht ganz leicht ist, kommt das dem Rezept sehr entgegen. Man kann aber auch ganz normales Weizenmehl Type 550 oder 405 nehmen. Dann lässt sich der Teig nicht ganz so leicht verarbeiten, aber mit etwas häufigeren Pausen beim Ausrollen klappt es auch.

Ich bin ja nun mal keine professionelle Bäckerin und die Rezepte auf diesem Blog sind keine perfekten Endergebnisse, sondern auch nur work in progress. Ich ermutige Euch wie immer, alles selbst auszuprobieren und zu experimentieren. Erfahrung macht die Meisterin. Probiert doch gerne ein anderes Mehl aus, oder lasst bei der Kokosfettfüllung das Mehl weg. Vielleicht funktioniert es so für Euch besser.  Und wenn Ihr experimentiert oder selbst schon Croissanterfahrung gesammelt habt, bitte hinterlasst doch einen Kommentar. Ich würde mich freuen, von Euren Experimenten zu hören.

Für viele von uns sind Croissants etwas Besonderes und doch selbstverständlich. Sie sehen nach viel Arbeit aus und deshalb freuen sich die meisten Menschen, wenn sie ihre Croissants in einer Bäckerein kaufen können. Aber  Veganer*innen gucken meist in eine tiefe, dunkle Röhre. Denn Croissants für Butterverächter gibts nicht. Denn Croissants brauchen Butter, Butter und Butter.

Stimmt nicht. Man kann auch mit Margarine sehr anständige Croissants machen. Mit Alsan zum Beispiel klappt das prima. Und für diesen Beitrag habe ich nochmal eine Packung gekauft. Kommerzielle Margarine ist meiner Meinung nach das beste Fett für Croissants. Sie ist so zusammengesetzt, dass die verschiedenen Inhaltsstoffe bei unterschiedlichen Temperaturen schmelzen. Und sie enthält Wasser. Das verdampft, während die Croissants backen und ist sehr stark für die lockeren Lagen mitverantwortlich, die man beim Aufschneiden sehen kann. Auch die Textur des Croissants wird durch das Wasser beeinflusst. Mit Kokosfett kriegt man das nicht so hin. Die Lagen fallen schneller zusammen oder sie verschmelzen miteinander. Trotzdem werden Croissants mit Kokosöl nicht schlecht. Man muss allerdings ein paar Dinge beachten, und um die soll es heute gehen. Morgen folgen die Rezepte für Croissants mit Margarine und Kokosfett sowie eine umfangreiche Anleitung.

Es ist wieder Zeit für den anstrengensten und schönsten Monat auf diesem Blog! Auch dieses Jahr ist September der Vegan Month of Food. Letztes Jahr habe ich mich mit meinem Thema sehr übernommen und bin nach ein paar Tagen kläglich stecken geblieben. Für dieses Jahr habe ich deshalb lange nach einem interessanten, aber auch machbaren Thema gesucht. Und es ist mir nichts eingefallen. Aber glücklicherweise konnte jemand im VeganMoFo-Headquarter meine verwirrten Gedanken lesen und na hat sich für mich und all die anderen Unentschlossenen ein Thema ausgedacht. Oder besser, gleich dreißig. Für jeden Tag im September eins. Vielen Dank für die Inspirationshilfe, das mache ich so! Dazu versuche ich mich locker an mein eigenes, hiermit zur Tradition erklärtes Thema zu halten: irgendwie deutsch muss es sein.

Rise and Shine: Breakfast MoFo Edition | seitanismymotor.com

Heute irgendwie deutsch und zum Thema „Tell us about your breakfast!“ passend ist mein Frühstück. Seit Jahren werde ich von Nichtveganer_innen gefragt, was ich denn so zum Frühstück esse. „Brötchen schier? Mit Marmelade?“ Nee, das nur, wenn sich das Hotel für das 16 Euro Frühstück für uns Pflanzenfresser mal wieder den Marmeladenbrunch ausgedacht hat. (Ich probiere alle Sorten. Damit sich die 16 Euro auch lohnen. Dazu klaue ich Rosinen aus dem trockenen Müsli und trinke einen Liter Orangensaft.)

Mittlerweile gibt es Unmengen von Käse, Aufschnitt und Aufstrichen, alles vegan. Damit kann man sein Brötchen oder Butterbrot sehr ordentlich belegen. Aber ich hab mich schon vor Jahren zum Müsliessen bekannt und da bleibe ich nun, hauptsächlich aus Bequemlichkeit. Eine Packung Haferflocken ist sehr ergibig und auch deutlich günstiger als vegane Salami. Flocken und Leisamen in eine Schüssel, Sojamilch drüber und frisches Obst je nach Vorrat. Damit ich den Kühlschrank überhaupt finde, trinke ich vorher einen Espresso. Wenn ich das erzähle, fragen viele Leute, ob das denn nicht eintönig sei. Kann sein, ist mir morgens aber egal. Da bin ich überhaupt nicht entscheidungsfreudig. Abwechslung kommt am Wochenende, wo wir zusammen Brötchen essen. Dann mit dazwischengestapeltem veganem Aufschnitt.

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