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Seit einiger Zeit bekomme ich sehr viel, wie man so schön sagt Traffic (aber wie sagt man dann weiter? auf, zu, für? naja vielleicht für), der zu einem alten Blogeintrag führt. Einem sehr alten. Mit eigentlich guten Rezepten, aber auch mit kaputten Links und doofen Fotos. Deshalb möchte ich den Blogeintrag heute in neuer Form vorstellen. Mit schicken Fotos und meiner Meinung nach perfektionierten Rezepten. Das einzige Problem ist, es handelt sich um Weihnachtsrezepte. Aber ich bin ja, was diesen Blog angeht immer etwas unorganisiert und wer weiß, wann mir die nächsten Weihnachtsrezepte einfallen? Wahrscheinlich zwei Tage nach dem Fest. Außerdem haben wir gestern schon unseren ersten Weihnachtsfilm im Kino gesehen und das Kind hat „Oh Tannenbaum“ in seine Gehirnunendlichkeitsschleife gelegt. Gerade hat es alle im Supermarkt mit seiner Version erfreut. Also, warum dann nicht auch gleich die passenden Plätzchen und Schokolädchen. Zimtsterne und Spekulatiuspralinen, um genau zu sein.

Speculoos truffles and gluten-free cinnamon stars {Zimtsterne}

Die Zimtsterne habe ich beim ersten Mal so zusammengeschustert. Mit Leinsamenglibber und Reissirup.Und die Spekulatiuspralinen habe ich mit selbstgemachtem Spekulatiusaufstrich gemacht, der mittlerweile Biscoff Crunchy heißt. Damals habe ich versucht, mich an den Originalzutaten auf dem Glas zu orientieren und habe Kokosfett benutzt, mit dessen Hilfe man die Konsistenz ganz gut beeinflussen konnte. Mittlerweile gibt es in meinem Bekanntenkreis aber mehrere Leute, die Kokosfett nicht so gut vertragen und so habe ich es für die aktuelle Version durch Nussmus ersetzt.

Für die Zimtsterne kam mir das geniale Aquafaba, also die steifgeschlagene Flüssigkeit aus Kichererbsendosen, zu Hilfe. Die ist hier mal wieder der perfekte Eiweißersatz. Die Zimtsterne werden außen knusprig, bleiben innen aber weich. Um das so hinzubekommen, muss man die Bohnenflüssigkeit sehr, sehr steif schlagen, was mit einer Prise Guarkernmehl sehr gut gelingt. Das gibt es manchmal im Bioladen. Xanthangummi geht aber auch. Wer beides nicht bekommen kann oder nicht verwenden möchte, kann einen halben Teelöffel Weißweinessig oder Zitronensaft probieren.  Hier kann man sehen wie fest es sein sollte. Erinnert an sehr steif geschlagene Kuhmilchsahne.

Für die Spekulatiuspralinen kann man sowohl Spekulatius als auch Lotus Karamellkekse oder ähnliche Plätzchen benutzen.

Speculoos truffles and gluten-free cinnamon stars {Zimtsterne}

Beide Rezepte sind sehr lecker und schnell zu machen. Ich finde die Pralinen am besten. Die kann man auch gut verschenken. Die Zimtsterne wiederum könnt Ihr Euch ja schon mal für eure Weihnachtsbäckerei vormerken.

Spekulatiuspralinen | Speculoos Truffles

Zimtsterne // Spekulatiuspralinen

46 Plätzchen und 15 Pralinen

Zutaten für die Zimtsterne
60 ml Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen
1/4 TL Guarkernmehl (Xanthan, Zitronensaft, etc.)
225 g gemahlene Nüsse (Haselnüsse oder Mandeln)
25 g plus 50 g Puderzucker
1 TL gemahlene Clementinenschale oder Zitronenschale
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL Salz
Für den Überzug
100 g Puderzucker
5-6 Teelöffel Zitronensaft

Zutaten für die Spekulatiuspralinen
150 g Spekulatius
1 EL Agavendicksaft
100 g Cashew- oder Mandelmus
1/2 TL gemahlener Zimt
1/4 TL Salz
150 g geschmolzene Schokolade

Vorgehensweise für die Zimtsterne:

  1. Aquafaba (Flüssigkeit aus einer Dose Kichererbsen) zusammen mit dem Guarkernmehl in einen Rührbecher geben.
  2. Mit dem Handmixer ca. 5 Minuten aufschlagen, bis die Mischung fest ist. Dann 25 g Puderzucker dazugeben und weitere 2-5 Minuten aufschlagen, bis die Mischung an sehr feste Sahne oder die Füllung von Schokoküssen erinnert.
  3. Restliche Zutaten in eine Schüssel geben und gut vermischen.
  4. Dann den steif geschlagenen Kichererbsenschaum unterheben.
  5. Die feste und etwas klebrige Masse zu einer Kugel formen und zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie auf ca. 1/2 cm ausrollen.
  6. Ofen auf 150°C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  7. Kekse ausstechen und jeweils 1 Backblech für 11 Minuten backen, bis die Unterseite leicht gebräunt ist.
  8. Abkühlen lassen.
  9. Für den Zuckerguss den Zitronensaft nach und nach in den Puderzucker einrühren, so dass eine sehr feste Masse entsteht, die zwar verstreichbar ist, aber nicht vom Pkätzchen läuft.
  10. Die Oberseite der Plätzchen in den Puderzucker tauchen und die Glasur fest werden lassen. Luftdicht aufbewahren. Die Plätzchen werden relativ schnell weich.

Vorgehensweise für die Spekulatiuspralinen

  1. Die Kekse in der Küchenmaschine sehr fein mahlen.
  2. In eine Schüssel geben und restliche Zutaten einrühren.
  3. Die Masse für ca. eine Stunde in den Kühlschrank geben.
  4. Ein Blatt Backpapier bereithalten und die Schokolade schmelzen.
  5. Mit Hilfe eines Teelöffels aus der Spekulatiusmasse kleine Häufchen oder Kügelchen formen.
  6. In die Schokolade tauchen und zum Trocknen auf das Backpapier legen.
  7. Möglichst im Kühlschrank aufbewahren.

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Jedes Jahr im Frühling und Sommer mache ich eine Apfelfastenkur. Das heißt, ich esse keine. Sobald im Frühling der erste Rhabarber auftaucht, halte ich Äpfel plötzlich für das langweiligste Obst der Welt. Und dann erst der Sommer: Beeren, Kirschen, Pfirsiche…alles interessanter als Äpfel, die dann sowieso keine Saison mehr haben.

Dieses Jahr war der Sommer ja besonders lang. Meine neue Wind- und Wetterjacke habe ich schon genau null mal getragen. Dafür immer noch ordentlich geschwitzt und gar nicht mitbekommen, dass die Beeren plötzlich durch Äpfel ersetzt wurden und zwar gleich zehn bis zwölf Sorten. Plötzlich duftenten diese wieder so wundervoll und sahen auch gleich sehr, sehr appetitlich aus. Apfelfastenkur vorbei. Meine Lieblingssorte nennt sich diese Jahr Santana. Sie stammt ursprünglich aus den Niederlanden und ist eine Kreuzung aus Elstar (auch sehr lecker) und einem Märchenapfel namens Priscilla. Santanas sind leuchtend rot, relativ groß, sehr saftig und schmecken perfekt süß-säuerlich, dabei ein winziges bisschen mehr sauer als süß. Das ist genau mein Apfel. Und er eignet sich hervorragend zum Backen.

Santana Apple Cake

Dieses zugegebenermaßen sehr einfache Apfelkuchenrezept ging weg wie warme Semmeln. Ich habe den Kuchen am Freitag vor der Arbeit wirklich sehr schnell und ohne großes Rezept in den Ofen geschoben und dann später in die Pausenraumküche gestellt. Als ich dann ein paar Stunden später selber Pause hatte, war er weg. Nur noch Krümel hatten die Kolleg_innen übergelassen. Wenn das mal nicht das beste Kompliment ist, oder?

Das einzig Besondere an diesem Kuchen ist eines der Gewürze. Apfelkuchen liebe ich mit Tonkabohnen, die man wie frische Muskatnuss in den Teig reiben kann. Da sie allerdings selten und nicht besonders preiswert sind, kann man sie auch ohne Probleme weglassen oder durch etwas Vanille ersetzen.

Ich bin froh, dass ich diesen Kuchen zwei Mal gemacht habe. Vom zweiten ist noch etwas übrig und seine Aufgabe ist es heute, mich beim Kisten packen aufzumuntern. Wir verbringen gerade unseren Herbsturlaub mit Umziehen. Außerdem wird meine Tochter bald fünf Jahre alt und die Geburtstagsparty muss geplant werden. Obwohl von Planen keine Rede sein kann, ich führe  nur aus. F hat nämlich ganz genaue Vorstellungen von den Einladungskarten bis zur Torte hat sie mir alles so genau beschrieben, dass ich es nur noch umsetzen muss. Irgendwie praktisch…

Apfelkuchen mit Santana-Äpfeln
Zutaten
2 Äpfel (Santana, Boskoop oder Elstar), geschält und geviertelt
Für den Kuchen:
180 g Mehl
3 EL Kichererbsenmehl
1 1/2 TL Backpulver
150 g Zucker
30 g brauner Zucker
1 TL Zimt
1/4 TL geriebene Tonkabohne
1/4 TL geriebene Muskatnuss
1/4 TL Salz
180 ml Sojamilch
90 ml Rapsöl
Für die Streusel:
150 g Mehl
75 g Zucker
55 g Kokosfett, Zimmertemperatur
2 EL Rapsöl

Vorgehensweise

  1. Zunächst die Äpfel fächerförmig einschneiden.
  2. Den Ofen auf 200°C vorheizen und eine Springform (26 cm) einfetten.
  3. Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.
  4. Die flüssigen Zutaten dazugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
  5. In die Form gießen und Äpfel darauf verteilen.
  6. Alle Zutaten für die Streusel mischen, dann mi den Händen Streusel fprmen und auf den Kuchen geben.
  7. Ca, 40-45 Minuten backen, bis der Kuchen goldgelb ist.
  8. Kurz abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und warm oder kalt servieren.

Santana Apple Cake

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Heute gibt es ein sehr einfaches und sehr leckeres Käsekuchenrezept. Ihr braucht nur wenige Zutaten und der Ofen kann auch aus bleiben. Als Basis habe ich selber Quark aus Joghurt hergestellt. Das ist ja nun wahrlich nichts Neues, aber vielleicht gibt es ja noch die eine oder andere, die diese Methode nicht kennt.

Über die Jahre habe ich einiges ausprobiert, um Joghurt abzutropfen. Zuerst habe ich es in einem Kaffeefilter gemacht, aber die Methode hat mich nicht überzeugt. Dann habe ich alte Spucktücher aka Stoffwindeln von F benutzt. Aber wenn man versucht hat, per Hand noch ein bisschen zusätzliche Flüssigkeit herauszutropfen, hatte man gleich eine Ladung Joghurt im Gesicht. Dann habe ich in einer Drogerie Wäschebeutel aus Polyester entdeckt. Die sind so ähnlich wie (total überteuerte) Nussmilchbeutel und es gibt sie zum Beispiel bei dm. Seitdem ist Joghurt abtropfen eines meiner liebsten Hobbies. Geht total einfach!

Joghurt in den Wäschebeutel geben und den Beutel irgendwo aufhängen. Einen Rührbecher drunter, fertig. Das lässt man drei bis vier Stunden stehen.

Apricot Cheesecake: vegan no-bake recipe. No creamcheese, no nuts.

Danach sollten schon ungefähr 120 – 150 ml Flüssigkeit im Becher gelandet sein. Danach nimmt man den Wäschesack kurz heraus und gibt ein sauberes Küchentuch auf den Boden des Rührbechers. Wäschesack wieder drauf und das Ganze über Nacht im Kühlschrank sein Ding machen lassen. Am nächsten Morgen sollte das Gewicht des Joghurts um die Hälfte geschrumpft sein. Fertig.

Apricot Cheesecake: vegan no-bake recipe. No cream cheese, no nuts.

Man kann alternativ auch gerne Stoffwindeln oder Küchentücher nehmen. Die einfach zubinden und ebenfalls aufhängen. Geht eventuell auch in der Dusche, wenn Ihr keinen Haken in der Küche habt. (Teurer Nussbeutel geht natürlich auch.) Wenn es gar keine Möglichkeit gibt, irgendwas aufzuhängen, einfach mit Schritt Zwei weitermachen und den Joghurt im Beutel gleich in die mit Küchentuch ausgelegte Rührschüssel geben.

So hat man eine einfache Käsekuchenbasis, mit der sich eine leichte und cremige Masse zubereiten lässt. Die ist ideal für diejenigen, die keinen veganen Frischkäse mögen und denen die alternativen Nüsse auch nicht behagen. Allen anderen schmeckts hoffentlich auch.

Apricot Cheesecake: vegan no-bake recipe. No cream cheese, no nuts.

Noch ein letzter Hinweis: Ich habe diesmal statt reinem Agar Agar Agartine benutzt. Dieses Produkt enthält nur 20 Prozent Agar Agar, der Rest ist Maltodextrin. Alternativ kann man einen gestrichenen Teelöffel (2 g) reines Agar Agar Pulver nehmen.

Jetzt aber endlich zum Rezept. Dieser Kuchen muss nicht gebacken werden und hat eine sehr cremige, leichte Konsistenz. Der Boden wird ganz einfach aus zwei Zutaten hergestellt: Kekse und Kokosfett. Besonders lecker wird der Kuchen durch karamellisierte Aprikosen. Insgesamt ein einfach zuzubereitendes und relativ preisgünstiges Rezept, dass noch dazu mit wenigen Zutaten auskommt. Bei Auswahl passender Kekse ist es sogar glutenfrei.

 

Apricot Cheesecake: vegan no-bake recipe. No cream cheese, no nuts.

Käsekuchen mit Aprikosen (Kein Backen, keine Nüsse)
8 Portionen
 

Zutaten
1000 g Sojajoghurt
200 g Kekse (Haferkekse oder Mürbeteigplätzchen)
10 EL geschmolzenes Kokosfett, aufgeteilt
200 ml Quittensaft plus 2-3 ElL (Apfelsaft als Ersatz)
10 g (1 Päckchen) Agartine oder 2 g (1 TL) Agar Agar
50 g Zucker
400 g Aprikosen, entkernt und in Spalten geschnitten
50 g brauner Zucker
1 1/2 TL Stärke

Vorgehensweise

  1. Am Tag vorher den Joghurt wie oben beschrieben vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Sollte ungefähr 500 g ergeben.
  2. Am nächsten Tag eine Springform (20 – 21 cm) mit Backpapier auslegen. (Auch die Seiten.)
  3. Kekse in der Küchenmaschine pulverisieren. Alternativ in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz zu kleinen Krümeln zerdrücken.
  4. Mit 4 EL Kokosfett mischen und in den Boden der Form drücken.
  5. Im Kühlschrank fest werden lassen.
  6. Den Quark in eine große Schüssel geben und mit Zucker und restlichem Kokosfett und Zucker verrühren.
  7. 200 ml Quittensaft und Agartine in einem kleinen Topf aufkochen und zwei Minuten kochen lassen.
  8. Fünf Minuten abkühlen lassen.
  9. Mit der Quarkmischung verrühren und in die Kuchenform gießen.
  10. Kuchen für zwei Stunden in den Kühlschrank geben und dann noch 30 Minuten ins Gefrierfach.
  11. Während der Kuchen kühlt, Aprikosen und Zucker in einen Topf geben.
  12. Aufkochen und köcheln lassen, bis der Zucker geschmolzen ist. Dabei immer rühren.
  13. Restlichen Quittensaft mit Stärke verrühren und zum Quittensaft geben.
  14. Fünf Minuten köcheln lassen.
  15. Abkühlen lassen.
  16. Kuchen vorsichtig aus der Form lösen.
  17. Aprikosen auf den Kuchen geben, dabei aber die Flüssigkeit möglichst zurückhalten und später zum Servieren verwenden.
  18. Kuchen im Kühlschrank aufbewaren.

Apricot Cheesecake: vegan no-bake recipe. No cream cheese, no nuts.

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Heute habe ich eine sehr ernste Frage an Euch alle. Wie denkt Ihr über Schokolade mit Frucht? Ich lebe mit jemadem zusammen, der diese Kombination hasst. Manchmal gebe ich ihm sogar recht. Schokolade und Orange zum Beispiel kann ich nicht ausstehen. Schokolade und Beeren sind mir egal. Ich hasse sie nicht, ich finde sie aber auch nicht so toll. Wenn es hingegen darum geht, Kirschen in einen Schokoladenkuchen zu stecken, bin ich immer dafür.

Kirschen sind süß und haben einen dezenten Geschmack, der sich mit der Schokolade gut ergänzt. Und außerdem haben sie eine Funktion im Backwerk. Sie sind robust und saftig. Daher sorgen sie für eine gute Haltbarkeit und Struktur. Wer also ohne viel Aufwand den perfekten Schokoladenkuchen backen möchte, sollte es mal mit dieser Kirschvariante probieren. Der Schokolade-und-Frucht-Hasser meines Vertrauens mochte ihn.

chocolate cherry guglhupf #vegan

Ach, wo wir gerade von perfekt reden. Das ist ja gar kein Guglhopf, gell? Weder die Form noch die Zutaten stimmen. Die traditionelle Guglhupfform war nicht aufzufinden und so musste es eine Kranzform mit 25 cm Durchmesser tun. Und der Teig ist ein fauler Backpulverteig und kein Hefeteig, wie es eigentlich sein müsste. Wer es traditioneller möchte, kann hier weiterlesen und wer nicht, die* fängt jetzt hoffentlich gleich an zu backen! Und um dann noch an die guten alten Zeiten anzuknüpfen, als wir veganes Backen noch für Hexenwerk hielten und uns richtig gruselten, wenn ein bestimmtes Wort fiel: Ja, Tofu ist hier auch drin. Und es schmeckt trotzdem. (Wissen wir ja auch schon seit zehn Jahren, oder?) Der Tofugeschmack ist selbstredend nicht vorhanden, aber dafür ein sehr saftiger Kuchen, der sich sauber anschneiden lässt. (Auf das empörte „Tofu im Kuchen????“ meiner Tochter folgte ein sehr zufriedener Gesichtsausdruck nach dem ersten Biss.)

Also ran an die Backform. Schnell!

chocolate cherry guglhupf #vegan

Für die Füllung habe ich eingemachte und gesüßte Sauerkirschen genommen. Mit denen gelingt es genauso gut wie mit frischen Süßkirschen und man spart sich das ganze Auspulen. Außerdem wollte ich die frischen Kirschen essen. Einfach so und ohne Kuchen. Weil’s die ersten waren. Ein paar habe ich dann aber doch noch zum Dekorieren übergelassen.

Der Teig ist übrigens sehr fest, fast so wie ein Brotteig. Das muss aber so, also bitte nicht mehr Flüssigkeit zugießen. Für die Deko haben sich anschließend Zahnstocher als Lebensretter erwiesen. Ich habe die eine Hälfte der Kirschen erst in Schokolade getaucht und dann mit Zahnstochern gleichmäßig auf dem Kuchen verteilt und festgesteckt. Dann die restlichen Kirschen ohne Schokolade dazwischengequetscht und ebenfalls festgesteckt. Anschließend wurden alle Zahnstocher versenkt. So sieht es perfekt aus, aber man lebt natürlich auch etwas gefährlich. Denkt also bitte beim Anschneiden uns Austeilen daran, den Gästen zu sagen, dass sie erst die Holzstäbchen raussuchen müssen.

Schokoladen-Kirsch-Guglhupf
Zutaten
Für den Kuchen
240 ml Soja- oder Mandelmilch
1 TL Weißweinessig
120 ml Öl
250 g Zucker
1 EL Vanilleextrakt (oder 1 TL gemahlene Vanille)
100 g Tofu, fest
400 g Mehl
20 g Kakaopulver
1/2 TL Salz
2 TL Backpulver
1 TL Backnatron
100 g dunkle Schokolade
160 g frische oder eingemachte Kirschen (entsteint)
Zum Verzieren
100 g dunkle Schokolade
1 TL Kokosfett oder Öl
ca. 25 frische Kirschen
 

Vorgehensweise

  1. Ofen auf 160°C vorheizen und eine Kranzform (25 cm Durchmesser) einfetten.
  2. Sojamilch und Essig mischen und 2-3 Minuten ruhen lassen.
  3. Die Sojamilchmischung zusammen mit Öl, Zucker, Vanille und Tofu pürieren.
  4. Mehl und Kakao in eine große Schüssel sieben.
  5. Backpulver, Natron und Salz dazugeben und alles gut vermischen.
  6. Schokolade im Wasserbad schmelzen.
  7. Flüssige Zutaten zu den trockenen geben und alles mit dem Handrührgerät zu einem glatten Teig verarbeiten.
  8. Schokolade gleichmäßig unterheben.
  9. Die Hälfte des Teiges in die Form geben und mit der Hälfte der Kirschen bestreuen.
  10. Restlichen Teig darübergeben und zweite Hälfte der Kirschen hineindrücken.
  11. Ca. 60 Minuten backen. (Stäbchenprobe)
  12. 30 Minuten ruhen lassen, dann aus der Form lösen.
  13. Vollständig abkühlen lassen.
  14. Zum Verzieren Schokolade und Kokosfett im Wasserbad schmelzen und gut durchrühren.
  15. Die Hälfte der frischen Süßkirschen in die Schokolade tauchen und mit den Zahnstochern gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Zahnstocher versenken.
  16. Die restlichen Kirschen ebenfalls mit den Zahnstochern feststecken, so dass auf dem Kuchen immer eine Schokoladen- und eine Süßkirsche im Wechsel stehen.
  17. Restliche Schokolade über den Kuchen gießen und für 30 bis 45 Minuten kalt stellen.
  18. Servieren und an die Zahnstocher denken!

chocolate cherry guglhupf #vegan

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