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savoury bread rolls

Herzlich willkommen zum zweiten Teil auf dem Weg zum ultimativen veganen Croissant! (Teil eins findet Ihr hier. Bitte vor dem Backen lesen!) Das alles aufzuschreiben und die Fotos zu machen hat ungefähr genau so lange gedauert, wie die Croissants zu machen. Eigentlich noch länger. Ich freue mich immer, wenn ich die Zeit habe auch mal etwas Aufwendigeres für den Blog zu machen, denn schließlich sind Backen, Fotos machen und Bloggen sowieso meine Lieblingsbeschäftigungen. Deshalb hoffe ich auch sehr, das für die eine und den anderen diese Rezepte und Anleitungen hilfreich sind.

Aber lasst uns gleich mit dem Backen anfangen. Für beide Versionen (Margarine und Kokosfett) werden wir mit dem Hefeteig beginnen, den man am Abend vorher zubereiten und dann über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen muss.

vegan croissants with margarine or coconut oil

Noch ein kleiner Hinweis zum Mehl:

Für die Version mit Margarine (Alsan) habe ich Mehl Type 550 benutzt. Für die Version mit Kokosfett Dinkelmehl Type 630. Der Grund ist: Dinkelmehl hat eine schwächere Glutenstruktur und lässt sich meiner Erfahrung nach leichter ausrollen. Da das Arbeiten mit Kokosfett nicht ganz leicht ist, kommt das dem Rezept sehr entgegen. Man kann aber auch ganz normales Weizenmehl Type 550 oder 405 nehmen. Dann lässt sich der Teig nicht ganz so leicht verarbeiten, aber mit etwas häufigeren Pausen beim Ausrollen klappt es auch.

Ich bin ja nun mal keine professionelle Bäckerin und die Rezepte auf diesem Blog sind keine perfekten Endergebnisse, sondern auch nur work in progress. Ich ermutige Euch wie immer, alles selbst auszuprobieren und zu experimentieren. Erfahrung macht die Meisterin. Probiert doch gerne ein anderes Mehl aus, oder lasst bei der Kokosfettfüllung das Mehl weg. Vielleicht funktioniert es so für Euch besser.  Und wenn Ihr experimentiert oder selbst schon Croissanterfahrung gesammelt habt, bitte hinterlasst doch einen Kommentar. Ich würde mich freuen, von Euren Experimenten zu hören.

Für viele von uns sind Croissants etwas Besonderes und doch selbstverständlich. Sie sehen nach viel Arbeit aus und deshalb freuen sich die meisten Menschen, wenn sie ihre Croissants in einer Bäckerein kaufen können. Aber  Veganer*innen gucken meist in eine tiefe, dunkle Röhre. Denn Croissants für Butterverächter gibts nicht. Denn Croissants brauchen Butter, Butter und Butter.

Stimmt nicht. Man kann auch mit Margarine sehr anständige Croissants machen. Mit Alsan zum Beispiel klappt das prima. Und für diesen Beitrag habe ich nochmal eine Packung gekauft. Kommerzielle Margarine ist meiner Meinung nach das beste Fett für Croissants. Sie ist so zusammengesetzt, dass die verschiedenen Inhaltsstoffe bei unterschiedlichen Temperaturen schmelzen. Und sie enthält Wasser. Das verdampft, während die Croissants backen und ist sehr stark für die lockeren Lagen mitverantwortlich, die man beim Aufschneiden sehen kann. Auch die Textur des Croissants wird durch das Wasser beeinflusst. Mit Kokosfett kriegt man das nicht so hin. Die Lagen fallen schneller zusammen oder sie verschmelzen miteinander. Trotzdem werden Croissants mit Kokosöl nicht schlecht. Man muss allerdings ein paar Dinge beachten, und um die soll es heute gehen. Morgen folgen die Rezepte für Croissants mit Margarine und Kokosfett sowie eine umfangreiche Anleitung.