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Bisher waren meine Lieblingsorte in Europa Budapest und Lissabon. Seit Anfang Dezember habe ich allerdings einen neuen Favoriten: Malta. Wir waren Anfang Dezember für ein paar Tage da und es war ein Traum. Ich wollte schon lange mal nach auf diese Inseln und da die einzige Bedingung für den Urlaub gutes Wetter war, sprach nichts gegen einen Flug dorthin. Wir hatten allerdings ein bisschen Pech und am Ende wurde unsere Reise von längeren Aufenthalten auf den Flughäfen in Düsseldorf und Zürich unterbrochen. Zunächst waren wir nach Leipzig gefahren, um von dort am anderen Morgen mit der S-Bahn zum Flughafen Leipzig/Halle zu fahren. Der Tag fing gut an mit einem Kind, dass die Nacht in einem sehr warmen Hotelzimmer, wie wir alle, nicht so angenehm fand und sich deshalb weigerte, um sechs Uhr aufzustehen. Kann ich verstehen. Durch das Getrödel mussten wir dann sehr schnell zur S-Bahn und ich war sehr froh, als wir endlich im Flugzeug saßen. In Düsseldorf sollten wir unser Gepäck selbst abholen, weil zwischen den unterschiedlichen Fluglinien irgendwelche Abkommen fehlten und man sich deshalb micht um unsere Koffer kümmern konnte. Das ging natürlich schief, weil wir nach der Suche nach unserem Sperrgepäck-Buggy auch noch am falschen Gepäckband standen. Ich seh mich jetzt noch mit dem Kind und drei Koffern durch den Flughafen rennen. Die Fluglinie war dann aber sehr kulant und buchte uns über Zürich den nächsten Flug nach Valletta, Abflug drei Stunden später. Abends um acht landeten wir dann endlich in Malta, wo wir sofort unsere Winterjacken in den Koffer packten. Nach einer etwas umständlichen Busreise kamen wir etwas später in Sliema an, einer Stadt auf der anderen Seite der Bucht. Früher hätte ich mich wohl nicht wenig aufgeregt über diese Verspätungen, die uns schließlich einen halben Tag Urlaub gekostet hatten. Aber mit einem dreijährigen Kind verschieben sich die Prioritäten hin zu Kind glücklich, Eltern glücklich. Unser Urlaub war auch deshalb so super, weil wir anders als zuvor, einen zusammenklappbaren Buggy mitgenommen hatten. Klar, das Kind ist drei und kann und soll laufen. Aber man kann wohl nicht erwarten, dass es unserem wir-laufen-von-morgens-bis-abends-Anspruch gerecht werden kann. Die Zeiten von eine Woche Städtetrip und zwei Museen am Tag sind leider vorbei und es hat eine Weile gedauert, bis ich das begriffen habe. Dieses mal also sind wir gelaufen und das Kind saß singend im Wagen, guckte sich Bücher an und alle waren zufrieden.

Am nächsten Tag ging es gleich los, wir sind in Sliema an der Strandpromenade entlanggegangen, bis wir zum Hafen kamen, wo man eine unvergleichliche Sicht auf Valletta hatte. Valletta ist eine vom Malteser Orden erbaute Festungsstadt, die von Zypern über Rhodos 1530 nach Malta kamen und hier herrschten, bis sie von Napoleon vertrieben wurden. Die Malteser haben überall auf der Insel viele Spuren hinterlassen, aber am beeindruckendsten sind wohl die Festungsanlagen und Kirchen in Valletta.

In Malta herumzukommen ist günstig und einfach. Man kann mit dem Bus überall hinfahren, gerade nach Valletta und Gozo, die zweite Insel, gibt es aber auch Fähren. Die Insel ist sehr urban, oft kann man nicht feststellen, wo eine Stadt anfängt und aufhört, es gibt viel Autoverkehr und die Busse sind langsam, weil sie natürlich oft anhalten und gerade zum Flughafen merkwürdig umständliche Routen fahren. Man sollte also zum Busfahren schon etwas Zeit mitbringen. Von Sliema nach Valletta ist die Fähre eine sehr schnelle Alternative, sie braucht nur 10 Minuten und ist ebenfalls sehr günstig. In Valletta haben wir uns auf den Weg gemacht zur St. John’s Co-Cathedral, in der sich zwei Bilder von Caravaggio befinden. Bedauerlicherweise war die Kirche aufgrund eines Feiertags nicht öffentlich zugänglich. Also sind wir einfach durch die Straßen geschlendert. Malta hat eine lange katholische Tradition und an vielen Häuserwänden finden sich kleine Skulpturen, die Heilige, Engel oder Maria mit Kind zeigen.

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Auch einige Kirchen sind sehr imposant und manche Gemeindekirchen sehen aus wie Dome. Als wir einen Spaziergang durch die Orte Ħal Tarxien und Paola (Raħal Ġdid) machten, standen wir plötzlich vor einem riesigen Gebäude, das sich als einfache Gemeindekirche herausstellte. Sie war mit ihren hellen Mauern und dem blau leuchtenden Dach vor einem ebenso blauen Himmel und dem Meer im Hintergrund wirklich schön anzusehen.  Auch diese Kirche war leider nicht öffentlich zugänglich, zumindest nicht, als wir vor ihr standen.

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In Ħal Tarxien haben wir uns eine alte megalitische Tempelanlage angesehen. In der Gegend, in der ich aufgewachsen bin, gibt es sehr viele megalitische Ruinen. Aber die sind sehr unbeeindruckend im Vergleich zu dem, was in Malta aufgebaut wurde. Hier gibt es gleich mehrere dieser ausgeklügelten Tempfelanlagen.

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Malta ist ein sehr kleines Land und natürlich auch etwas isoliert, weil man es nur mit dem Schiff oder dem Flugzeug erreichen kann. Deutschland dagegen ist groß, hat neun Nachbarländer und unsere Geschichte ist so lang und kompliziert, dass es manchmal schwierig ist, sich das alles zu merken. Maltas Geschichte ist natürlich genauso komplex, aber da das Land klein ist, hat hier vieles auf einem geografisch sehr begrenzten Raum stattgefunden. Malta wurde oft besetzt, alle möglichen Völker haben hier gelebt und so einiges mitgebracht: Das Maltesische leitet sich von einem arabischen Dialekt ab, es gibt aber auch viele italienische Lehnwörter in dieser Sprache. Sie ist die einzige semitische Sprache, die mit lateinischen Buchstaben wiedergegeben wird, weshalb es auch ein paar konsonantische Sonderzeichen gibt. Neben Maltesisch sprechen hier alle Menschen Englisch und es herrscht Linksverkehr. Durch den Malteserorden hatte die katholische Kirche immer einen sehr großen Einfluss und die meisten Menschen sind immer noch gläubige Katholiken. Viele Stationen der Geschichte, beginnend in der Steinzeit, lassen sich noch heute besichtigen, ohne dass man weit reisen muss, und das macht dieses Land so besonders.

Man muss auch nicht lange reisen, wenn man veganes Essen möchte. Ich habe im Internet einige negative Kommentare über dieses Thema gelesen, aber ich kann diese Erfahrungen nicht teilen. In urbanen Zentren von Europa ist die vegane Ernährungsweise gerade Trend, in Malta nicht. Man kann hier nicht erwarten, dass sich an jeder Ecke ein veganes Restaurant oder ein vegetarischer Imbiss befindet, aber ich persönlich hatte diese Erwartung auch nicht. Wenn ich verreise ist es mir wichtig, viel von meinem Reiseziel zu sehen und einen Einblick in Geschichte, Kultur und Sprache zu bekommen. Mir macht es nichts, wenn ich mich mal einen Tag von Chips und Weißbrot ernähren muss. Wir versuchen auch immer, eine Unterkunft mit Kochmöglichkeit zu finden, so dass wir unabhängig sind. Aber Chips und Weißbrot allein waren gar nicht nötig, auch wenn die maltesische Küche zunächst sehr fleischlastig erschein. Es gibt darüber hinaus aber an jeder Ecke italienische Restaurants, in denen man Pizza oder Nudeln ohne tierische Produkte bestellen kann. Außerdem kann man auch immer Sonderwünsche äußern. Ich habe vergessen, wie dieses hieß, aber es befand sich am Hafen in Sliema:

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Diese Pizza stand als Pizza Marinara genau so auf der Karte. Ich hätte bestimmt auch Gemüse dazubestellen können, aber ich fand sie so nicht schlecht. Unsere Tochter hat Nudeln mit Tomatensauce bestellt. Das war ihre Version von Chips und Weißbrot. Sie hatte schnell raus, dass ein Restaurant anders funktioniert als die Eltern, dass man sich aussuchen kann, was es gibt und dass, wenn man schnell „Nudeln“ brüllt, die meisten Kellner_innen lächeln und es gleich aufschreiben. Eigentlich könnte F mittlerweile auch alleine in ein Restaurant gehen. In Sliema gibt es neben den italienischen auch einige arabische Essmöglichkeiten. Wir konnte sie leider nicht ausprobieren, aber der Karte nach zu urteilen findet man zum Beispiel im Kebab Ji oder im Mamounia ebenfalls ohne Probleme vegane Gerichte.

Im  Mint, einem neuseeländischen Restaurant, waren wir frühstücken, oder besser brunchen. Es gibt zwar keine richtige Frühstückskarte, aber die Öffnungszeiten hier sind sehr kurz (bis 16 Uhr), so dass es zum Abendessen nie gereicht hat. Alles ist in einer Glastheke ausgestellt und ausgezeichnet. Als wir kamen, gab es drei vegane Optionen: eine Lasagne, einen Bohnensalat und ein Crumble. Der Bohnensalat war nichts Besonderes aber das Crumble mit Rhabarber, Obst, Ingwer und Kokosraspel war sehr gut.

Mint, Sliema (Malta) | www.seitanismymotor.com

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In Valletta haben wir in dem italienischen Restaurant Soul Food Mittag gegessen. Hier gibt gleich mehrere vegane Gerichte zur Auswahl. Ich habe mich für einen Bratling mit verschiedenen Beilagen entschieden. Der Salat und der Couscous waren super, der Bratling mit Kichererbsen allerdings sehr trocken. Soul Food, La Valletta, Malta | seitanismymotor.com

Wie man sieht, waren wir nicht oft im Restaurant, meist haben wir uns selbst versorgt. In den Supermärkten findet man natürlich viel frisches Obst und Gemüse, auch viele Hülsenfrüchte, frisches Brot, Hummus und so weiter. Auch Sojajoghurt und verschiedene Pflanzenmilchsorten gibt es. Viel wird aus Deutschland, Großbritannien und Italien importiert und insgesamt ist das Angebot dem deutschen sehr ähnlich. Supermärkte sind allerdings seltener als in deutschen Großstädten (oder zumindest als in meiner Nachbarschaft), dafür gibt es viele kleine Tante-Emma-Läden, die auch an Feiertagen geöffnet haben und ebenfalls alles verkaufen, was man so braucht. Wir haben zum Frühstück oft frisches Brot mit Bigilla gegessen, einem veganen Brotaufstrich aus Bohnen.

Malta ist ein beeindruckendes Land und man kann in kurzer Zeit viel sehen. Man kann sich sehr unkompliziert verständigen und der öffentliche Nahverkehr ist super. Das Wetter war selbst im Dezember, wo es anscheinend oft regnet, noch toll, 18-20° Grad waren es immer. Wir sind auf den Strandpromenaden spazieren gegangen oder durch die Straßen gelaufen. Außerdem haben wir viel Zeit auf den zahlreichen Spielplätzen in Sliema verbracht. Im Sommer wäre es mir hier wohl zu heiß, aber in den Wintermonaten würde ich diese Inseln immer wieder besuchen.

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Zuckerguss-Zine | 15 vegane Backrezepte für die Weihnachtszeit | gratis Ebook |seitanismymotor.com/de

Für uns beginnt die Weihnachtszeit meistens zwei bis drei Tage vor Weihnachten. Wir reisen fast jedes Jahr zu unseren Familien, und die haben dann schon alles dekoriert und vorberei-tet, so dass für uns kaum etwas zu tun bleibt. Alle haben genau die Pläne, die sie jedes Jahr haben, wir wissen was wann zu tun ist und versuchen, uns einzufügen. Mein Vater ist alle Tage in der Küche beschäftigt und kocht uns vegetarisches und veganes Essen. Meistens hat er schon eine Vorstellung davon, was es geben soll, hat alles eingekauft und braucht kaum Hilfe. Mit einer Ausnahme. Das vegane Backen überlässt er immer noch mir. Auch die ande-ren Verwandten backen nicht vegan. Deshalb bricht in meiner Küche genau zwei bis drei Tage bevor wir unsere Sachen packen und durch ganz Deutschland fahren das Chaos aus. Zwischen Zutaten und Schüsseln voll mit Teig und Schokoladenglasur wird geknetet, ausge-rollt und gebacken. Auch wenn es zwischendurch so aussieht, als würden die Tütchen nie voll: am Ende können wir doch immer eine Tasche Plätzchen mit zu unseren Verwandten nehmen.

Ich bin sehr dankbar dafür, dass alle Leute, die ich mag, meine Süßigkeiten und Kuchen lie-ben. Ich kenne Veganer_innen, denen das anders geht. Wenn jemand aus der Verwandt-schaft die Plätzchen nicht essen will, nur weil keine Butter drin ist, ist das kaum zu verstehen. Ich habe solche oder ähnliche Erfahrungen auch schon gemacht, aber meistens gibt es viel Lob und gleich danach fragen viele nach einem Rezept. Das wiederum ist ein guter Einstieg in ein nettes Gespräch über Veganismus. Ich gebe mir immer große Mühe beim Backen und versuche so vielen Leuten wie möglich etwas von diesem Gebackenen abzugeben. Ich weiß, das ist nur eine Kleinigkeit, aber trotzdem ist es toll, wenn man andere davon überzeugen kann, dass Plätzchen oder Kuchen, vielleicht sogar der geliebte Stollen, auch ohne Eier und Butter gelingen.

Dieses Ebook war zunächst nur als kleine Rezeptsammlung gedacht. Ich wollte sie an diejenigen ausgeben, die mich jedes Jahr um Rezepte bitten. Ich bin freue mich sehr, dass daraus ein Ebook geworden ist für alle, die über einen Internetanschluss verfügen. Es enthält 15 Backrezepte für die Weihnachtszeit sowie 4 Grundrezepte für Gewürze etc.  Das Ebook ist, wie alles auf dieser Webseite, gratis. Ich freue mich sehr darüber, wenn ihr es herunterladet und den Link mit Euren Freunden, Eurer Familie, auf Euren Blogs oder auf Facebook etc. teilt! Rezepte und Fotos dürfen allerdings nur mit meiner schriftlichen Genehmigung im Internet oder an anderer Stelle wiederveröffentlicht werden. Im Zweifelsfall einfach eine Email schicken. Anregungen oder Fragen nehme ich gerne entgegen, auch bei Problemen könnt Ihr mich natürlich kontaktieren. Hinterlasst einen Kommentar oder besucht mich auf Facebook. Viel Spaß beim Backen! (Berichtet mir doch, was Ihr gebacken habt! Wer Fehler oder Ungereimtheiten findet, muss sie nicht behalten. Schreibt mir gerne, wass verbessert werden kann.)

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Zuckerguss Zine Free Baking Ebook | seitanismymotor.com

 Inhalt:

1. Spekulatius-Schokoladen-Schnitten | Mandel-Lebkuchen Pull-apart Brot | Erdnusskipferl

2. Stollenwafflen | Cashew Fudge | Mandel-Zimt-Plätzchen

3. Spekulatius-Tiramisú | Lebkuchen | Elisenlebkuchen

4. Miniochsenaugen | Schwarzwälder Käsekuchen | Kleine Kokosgewürzkuchen

5. Schokoladen-Mandel-Kissen | Mandel-Pistazien-Plätzchen | Mini-Apfel-Cranberry-Pies mit Walnüssen.

{Außerdem: Spekulatiusgewürz | Lebkuchengewürz | Spekulatius | Weihnachtsaufstrich}

Ich erinnere mich noch genau an die eindrucksvolle Rösti, die ich mehrere Male in einem vegetarischen Restaurant in Leipzig gegessen habe. Sie bestand aus sehr grob geraspelten Kartoffeln, die trotzdem ohne Ei zusammenhielten, war perfekt gebräunt und unglaublich knusprig. Auf der Rösti waren Guacamole und frittierte Frühlingszwiebeln platziert. Obwohl wir schon lange nicht mehr in Leipzig wohnen und es dieses Restaurant auch nicht mehr gibt, werde ich das Gericht nie vergessen. Ich glaube, ich war zum ersten Mal in einem vegetarischen Restaurant. Zum ersten Mal konnte ich alles von der Karte bestellen, was es gab. Zum ersten Mal habe ich gemerkt, dass die vegetarische Küche eigenständig und außergewöhlich sein kann. Dass es hier an nichts fehlt, auch wenn das Fleisch fehlt. Zu Hause bei meinen Eltern war ich ganz anderes gewohnt. Dort waren alle Restaurants auf deutsche Küche spezialisiert. Man musste also auf jeder Karte ganz lange nach vegetarischen Gerichten suchen und war dankbar, wenn man tatsächlich zwei bis drei fand, direkt nach den zwanzig Schnitzelsorten. Als ich also das erste Mal in einem vegetarischen Restaurant war, überforderte es mich. Ich konnte mich nicht entscheiden, bis ich etwas fand, das vertraut klang. Rösti. Darunter konnte ich mir etwas vorstellen und es klang einfach. Als das Essen kam, war es perfekt angerichtet und schmeckte so fantastisch, dass es für mich zu einem besonderen Essen wurde.

Ich gebe zu, dass meine Röstiversion nie so perfekt werden wird. Aber mit einem einfachen Trick habe ich es doch hinbekommen, sie für mich auch zu etwas Besonderem zu machen. Und dabei habe ich noch ein Suppengemüse vor der Gemüsebrühe gerettet. Ja, ich weiß, selbstgemachte Gemüsebrühe ist was Tolles. Aber muss die Selleriewurzel wirklich immer in die Suppe? Man kann doch noch so viele andere Sachen damit machen: Selleriepommes, Selleriepüree oder sogar Sellerieschnitzel. Man kann die Rösti auch mit anderem festen Gemüse machen oder verschiedene Gemüsesorten mischen: rote Beete und Sellerie, Sellerie und Kartoffeln oder Sellerie mit Möhren. Die Zubereitung ist einfach, wenn man darauf achtet, die Rösti langsam und nur bei mittlerer Hitze zu braten, immer genug Öl nachgießt und einen großen Pfannenwender verwendet, auf den man die ganze Rösti schieben kann. (Sie haben einen Durchmesser von ca. 10 cm).

rezept

Sellerierösti mit gebackenen Zwiebeln und Avocadopüree (5-6 Rösti oder 2 Portionen)

Für die gebackenen Zwiebeln:
eine große rote Zwiebel
1 EL Öl
Salz
Für die Rösti:
300 g geraspelte Selleriewurzel
1 EL Zitronensaft
1 1/2 TL Salz, oder nach Geschmack
eine Prise Muskat
Öl zum Braten
Für das Avocadopüree:
1 reife Hass-Avocado
1 TL Zitronensaft
1/2 TL Kreuzkümmel
1/2 TL mildes Paprikapulver
Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zwiebeln zubereiten:
Den Ofen auf 200°C vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Zwiebel in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden (ca. 1/2 cm). Auf das Blech legen und mit Öl bepinseln. Salzen und ca. 13 bis 15 Minuten backen.

Rösti zubereiten:
Alle Zutaten in einer Schüssel mischen. Eine große, beschichtete Pfanne erhitzen (mittlere Hitze) und für die Rösti jeweils zwei Esslöffel Selleriemischung in die Pfanne geben. Mit einem Löffel flachdrücken und zu einem Kreis mit ca. 10 cm Durchmesser zusammenschieben. 10 Minuten bei mittlerer Hitze braten, Hitze evt. reduzieren, wenn die Rösti zu schnell braun werden. Vorsichtig mit einem großen Pfannenwender umdrehen und weitere 5 Minuten braten. Währenddessen das Avocadopüree zubereiten.

Avocadopüree zubereiten:
Avocado mit einer Gabel zerdrücken und restliche Zutaten untermsichen. Mit den Rösti servieren und  Zwiebeln darauf verteilen.

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Haferriegel waren die ersten Keksriegel, die ich jemals gemacht hatte. Mit nur wenigen Zutaten und einer unkomplizierten und schnellen Vorgehensweise konnte man hier eigentlich nichts falsch machen. Und damals machte ich eine Menge falsch. Mittlerweile hat sich das ja ein wenig geändert, aber dennoch  backe ich noch oft Haferriegel. Vor allem wenn ich keine Zeit für lange Vorbereitungen habe oder auch mal, wenn das Mehl aus ist. Man kann die Riegel auch gut als Snack mitnehmen, da sie lange haltbar und nicht sehr zerbrechlich sind. Um sie ein wenig besonders zu machen, habe ich sie diesmal mit Butterscotch-Sirup aus einem meiner Lieblingsläden in der Dresdner Neustadt gemacht. Dieser Sirup hat mit echtem Butterscotch-Karamell nicht viel gemein, er enthält weder Sahne noch Butter. Eigentlich ist es nur Invertzuckersirup mit Aroma. Muss auch mal sein, vor allem wenn dabei ein so fantastischer Toffeeriegel herauskommt. Ich habe noch Cranberries und Mandeln dazugegeben, Rosinen tun es natürlich auch. Für eine etwas günstigere Variante kann man die Mandeln auch weglassen.

Hinweis: Ich habe diesen Sirup benutzt, den man bestimmt auch im Internet kaufen kann. Ansonsten gibt es noch diesen. Wer das gar nicht erst probieren kann oder möchte, kann es auch mit Reissirup oder Agavendicksaft versuchen. Beim Backen mit Agavendicksaft verkürzt sich wahrscheinlich die Backzeit, deshalb immer ein Auge auf die Riegel haben.

rezept

Butterscotch- und Cranberry-Haferriegel (16 Stück)

Zutaten:
150 g Zucker
80 g weiches Kokosfett
200 g Haferflocken (kernig)
125 g Cranberries
100 g Mandelstifte
4 EL Butterscotch-Sirup
1/4 TL Salz

Vorgehensweise:
Ofen auf 180°C vorheizen und eine rechteckige Backform (28 x 18 cm) mit Backpapier auslegen. Zucker und Fett schaumig schlagen. Restliche Zutaten dazugeben und alles mit den Händen gut verkneten. In die Form pressen und 23 Minuten backen. Vollständig abkühlen lassen, dann mit einem scharfen Messer in Riegel schneiden.

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