Heute geht es mal nicht nur ums Essen, sondern auch darum, was wir essen. Und warum wir als Eltern bestimmte Entscheidungen treffen. Dieser Eintrag ist wahrscheinlich auch voller Widersprüche. Aber erstmal langsam. Was habt Ihr dieses Wochenende gegessen? Habt Ihr was gekocht, seid Ihr ausgegangen? Pizzadienst? Früher habe ich massenweise eingekauft und dann stundenlang gekocht. Das war entspannend und ich hatte Zeit über alles Mögliche nachzudenken. Das war vorm Kind. Heutzutage freue ich mich, wenn ich mir in Ruhe ein Brot schmieren kann. Aus mehreren Gründen gibt es das entspannte Kochen nämlich nicht mehr. Vor allem, weil wir am Wochenende etwas zusammen machen wollen und da ist einfach keine Zeit mehr, für stundenlange Essensplanungen. Wir unternehmen was und wenn wir wiederkommen, muss sofort das Essen her. Oder wir kochen gar nicht mehr und es gibt Pizza. So unglaublich verlockend, seitdem es die Pizzastube gibt. Die haben neben den besten Pizzen der Stadt auch frisches Knoblauchöl und veganen Käse. Das ist bequem und schnell und außerdem habe ich manchmal auch einfach keine Lust zu kochen.

Wenn wir doch kochen, ist es nicht sehr entspannend. Eine dreijährige Person in der Küche verbreitet gerne ungewollt Hektik. Türen aufmachen und in die Schränke gucken. „Mama, was ist das? Kochen wir das? Kann ich Schokolade?“ Ich muss aufpassen, dass ich alle scharfen Messer außer Reichweite lege. Und natürlich darf ich das Kind nicht alleine am Herd stehen lassen. Und dann: „Aber wann ist denn das Essen fertig? Jetzt? Ich hab Hunger! Gehts jetzt los?“ Na ja, es wird leichter. F weiß, dass sie das Messer nicht anfassen soll und meistens hält sie sich dran. Das Kochen macht ihr großen Spaß und es ist schön, zu beobachten, wie sie sich stolz ihr Essen selber macht. Schneiden lasse ich sie eigentlich noch nichts – das haben wir nur ein Mal gemacht und ich hätte fast einen Herzinfarkt bekommen. („Kind, gleich ist der Finger ab! Oder die Hand?“) Aber sie zieht sich einen Stuhl an den Herd und rührt in den Pfannen und Töpfen. Sie ist vorsichtig und genau und hat sich bisher noch nicht verbrannt. Das Schneiden soll sie auch bald lernen, jedenfalls sobald ich es nervlich verkrafte. Bis dahin kneten wir. Besonders gerne Seitanwürste.

spicy vegan currywurst | seitanismymotor.com

Wie alles, was wir zu Hause kochen, sind die vegan. Auch wenn unser Kind Vegetarierin ist. Es ist interessant, wie anders wir im Vergleich zu unseren Eltern kochen und was wir über unser Esen wissen, würüber wir reden. Und auch, wie anders unser Kind aufwächst. In der Stadt, nicht auf dem Dorf. Das Essen kommt aus dem Supermarkt und nie vom Bauern nebenan. Bauernhöfe kennt sie nur als romantisch-idyllisch-gelogene Kinderversion aus ihren Büchern. Die Tierfabriken, die bei meinen Eltern rumstehen, würde sie nicht als Bauernhof erkennen. Ich bin in einem Bauerndorf aufgewachsen. Meine Großeltern waren noch Bauern, einige meiner Freunde kamen von Bauernhöfen. Bei uns in der Gegend gibt es unglaublich viel Tierhaltung und viele Menschen wachsen damit auf, Tiere für Essen sterben zu sehen. Immer wieder geht es in Unterhaltungen darum, dass meine Gesprächspartner_innen als Kind miterlebt haben, wie ein Tier getötet wurde. Manche haben auch bei der Wurstherstellung oder ähnlichen Dingen geholfen. Sie sagen dann, es sei doch normal. Sie sagen, es sei wichtig, seinen Kindern zu zeigen, woher ihr Essen kommt. Das finde ich auch. Die Herstellung von Lebensmitteln beruht fast immer auf Ausbeutung, sowohl von Tieren als auch von Menschen. Das sollte man seinen Kindern nicht verschweigen. Aber was macht man dann damit? Viele Leute sagen: „Ist nun mal so.“ Aber das stimmt ja nicht. Natürlich handelt es sich hier um ein sehr komplexes System. Nicht immer können wir was dagegen machen, nicht immer können wir eine ethisch korrekte Alternative kaufen/herstellen. Vielen fehlt das Geld dafür, anderen die Zeit oder es gibt weitere gute Gründe. Aber man kann darauf hinweisen, und manches kann man eben doch ganz einfach ändern. Meine Tochter weiß, woraus Würstchen, Bärchenaufschnitt oder Haribo-Gummibären gemacht sind. Und ich versuche ihr beizubrigen, dass sie entscheiden kann, ob sie bei allem mitmachen will oder nicht. Sie kann kleine Dinge ganz einfach ändern, sie kann Gummibären mit Pektin essen und oder eben Seitanwürste.

Allerdings leben wir nicht das perfekte vegane Leben. F isst vegetarisch und nicht vegan. Sie kann eben doch nicht immer entscheiden, ob sie mitmacht. Das haben wir Eltern so entschieden. F akzeptiert das, sie will kein Fleisch, keinen Fisch, keine Hühnernuggets. Aber im Kindergarten und zu Hause isst sie auch Tierprodukte. Selbst wenn sie weiß, was ich darüber denke. Ihr Vater isst diese Dinge auch nämlich auch. Als P und ich uns kennenlernten, war ich Vegetariern, er nicht. Als ich Jahre später Veganerin wurde, hat P das unterstützt, seinen Lebensstil aber beibehalten. Wir haben das beide akzeptiert. Ich finde sowas wichtig, auch wenn es einen nervt, da muss man durch. Vor allem, wenn es ein so langer Prozess war, wie bei mir. Als ich schwanger wurde, waren zwei Lebensstile unter einem Dach aber plötzlich nicht mehr denkbar für mich. Also hat P sich entschieden, Vegetarier zu werden. Sein Kompromiss. Mein Kompromiss: das Kind bekommt ebenfalls vegetarisches Essen.

Ich erziehe F aber nicht alleine, ich entscheide nicht alleine. Das war auch nie Sinn und Zweck des Mutterseins. Ich wollte nicht zu Hause bleiben, also haben wir eine Tagesmutter gesucht, zu der F mit einem Jahr gehen sollte. Auch wenn Dresden immer schon vergleichbar viele Betreuungsplätze hatte, vor allem verglichen mit Westdeutschland, war es eine Tortur eine Betreuungsstelle zu finden. Bei den freien Trägern musste man ein Riesentheater veranstalten, um einen Platz zu bekommen. Am besten jeden Tag anrufen. Die öffentlichen Kindergärten waren voll. Und da war noch nichts mit gesetzlichem Anspruch. Also Tagespflege. Aber da sah es ähnlich aus. Und vor allem, jede Tagespflegeperson hatte so ihre eigenen Vorstellungen. Da war nix mit: „So hätte ich es gerne.“ Mittlerweile ist es genau anders herum, aber damals musste man sich nach der Tagespflegeperson richten. Die meisten kochten Fleisch und ich wusste, dass wir darüber würden reden müssen. Das wollte ich auf keinen Fall. Zu Kompromissen war ich allerdings bereit. Die hatten wir ja vorher ausgemacht. Also vegetarisch. Aber selbst da wurde ich schief angesehen. Irgendwann fanden wir dann eine richtig tolle Tagesmutter, die weitgehend vegetarisch kochte. Einmal die Woche Fleisch. Sie schlug aber sofort vor, für F ein Extragericht zu kochen. Das haben wir so gemacht und obwohl es gar nicht meinen Idealvorstellungen entsprach, war ich erleichtert. Ich habe kurz darüber nachdedacht, aber eigentlich wollte ich nicht fragen, obe es vielleicht jeden Tag ein veganes Extragericht geben könne. Das wäre mir zu dreist vorgekommen. Die Tagesmutter kochte jeden Tag und bereitete drei Malzeiten für die Kinder vor.

Auch heute noch weiß ich ihr Entgegenkommen zu schätzen. Zwei Jahre später haben wir uns für einen Kindergartenplatz beworben. Wir haben nicht den bekommen, den wir wollten, aber wir haben einen bekommen. Ich war sehr erleichtert, als ich herausfand, dass der Caterer „überwiegend“ vegetarisch lieferte. Auch hier einmal die Woche Fleisch. Aber keine Kompromisse. Auch wenn man diese für Allergiekinder oder Muslim_innen anbieten musste, Vegetarier_innen guckten in die Röhre. Aber immerhin gibt es „nur“ einmal die Woche Fleisch. Unser Kind ist das einzige vegetarische Kind in einer Einrichtung mit 160 – 180 Kindern. Kein freier Träger, keine Privateinrichtung, sondern ein städtischer Kindergarten, wo man um einen Platz nicht mit merkwürdigen Mitteln und lange im Voraus kämpfen musste. Das Kitapersonal hatte nichts gegen Selbstversorgung. Und ich dachte, okay, einmal die Woche kriege ich das hin. Die restliche Zeit isst sie die gleichen vegetarischen Gerichte wie die anderen Kinder. Das gesamte Essen fürs Kind mitzugeben, jeden Tag Mittagessen und Vesper, das hätte ich nicht geschafft. So sind es also hauptsächlich pragmatische Gründe, aus denen unser Kind Vegetarierin ist. Pragmatische Gründe, die aber natürlich auch auf anderen Lebenseinstellungen und Sichtweisen beruhen. Ich betreue mein Kind nicht den ganzen Tag. Es wird „fremdbetreut“, wie es so unglaublich abschätzig heißt. Und diese „Fremdbetreutung“ hat nicht nur Regeln, sondern sie soll einen ja auch entlasten. Und deshalb versuche ich mich an ihre Begebenheiten anzupassen. Wenn ich jeden Tag Essen mitgeben würde, wäre das für mich ein großer Aufwand. Und den will ich, ganz ehrlich, nicht auf mich nehmen. Könnte ich zudem auch oft nicht. Ich habe ebenfalls schon vergessen, was mitzugeben. Und dann hatte ich zwei Tage lang ein schlechtes Gewissen, weil das Kind zum Mittagessen nur die Kartoffelbeilage bekommen hat. Das vegetarische Essen ist zwar bei weitem keine perfekte Lösung, aber eben eine, die für uns im Moment realistisch ist. Und trotzdem versuche ich, so viele richtige Entscheidungen wie möglich zu treffen und dem Kind zu erklären, woher es sein Essen bekommt, und was es bedeutet, Tierprodukte zu essen. Ich versuche zu erklären, warum ich Veganerin bin, Fs Vater aber nicht. Im Moment erkläre ich das noch oft mit einer persönlichen Entscheidung, obwohl es das für mich nicht ist. Wenn wir alle Veganer_innen wären, hätte ich es mir wohl einfach gemacht. Wir gegen die. „Wir machen das halt anders.“ Da hätte ich ja nicht so ins Detail gehen müssen. Aber vielleicht ist es auch gut wie es jetzt ist. Viele Dinge sind kompliziert und vielleicht ist es für das Kind wichtig zu wissen, dass auch in einer Familie nicht immer alle die gleiche Meinung haben und trotzdem funktioniert das Zusammenleben. Man muss eben versuchen zu verstehen, warum alle ihr Leben anders gestalten. Außerhalb der Familie ist sowas ja auch normal und vielleicht lern das Kind was draus.

So, jetzt aber endlich zum Rezept, wenn noch jemand folgt. Natürlich haben F und ich das zusammen gemacht. Es ist eine neue Version meines alten Currywurstrezeptes. Diesmal habe ich die Gewürze direkt in die Wurst gepackt und die Sauce mit Mangopüree aus dem asiatischen Supermarkt angerührt. Man kann die Würstchen scharf oder mild machen, für eine milde Version einfach das Chipotlepulver durch (geräucherte) milde Paprika austauschen. Auch bei dem Currypulver kann man sich für eine milde oder scharfe Variante entscheiden. Wer kein Mangopüree findet, kann Ketchup nehmen, die Sauce schmeckt trotzdem.

Hinweis: Das Pilzpulver in diesem Rezept ist nichts weiter als pulverisierte, getrocknete Steinpilze. Das klappt mit einer einfachen Kaffeemühle mit Schlagmalwerk. Die Idee zu Currywurst mit getrockneten Pilzen habe ich von Vegan Yack Attack. Die Pilzpulverinspiration habe ich von Celine Steen, die damit Rezepte in ihren neuesten Kochbüchern verfeinert.

Scharfe Currywurst mit Mango-Currysauce (ergibt 4 Würstchen)

Zutaten

Für die Wurst
144 g Glutenpulver
16 g (4 EL) Hefeflocken
1 EL Pilzpulver*
1 EL süßes Paprikapulver
1 TL Garam Masala
1 TL Salz
1 TL Zwiebelpulver
1 TL Chipotlepulver
1 TL mildes oder scharfes Currypulver
1/4 TL Kurkuma
300 ml Wasser
2 EL Öl
2 EL Tomatenmark

Für die Mango-Currysauce
80 ml Ketchup
160 ml Mangopüree
2 EL Sojasauce
1 EL scharfe Sauce (z. B. Tabasco)
2 TL Currypulver, mild oder scharf
1 TL Agavendicksaft oder Zucker
1 TL Weißweinessig, oder anderer Essig
Öl zum Braten

Vorgehensweise
1. Für die Würstchen alle trockenen Zutaten in eine Schüssel geben.
2. Wasser, Öl und Tomatenmark verrühren und zu den trockenen Zutaten geben.
3. Alles gut verkneten.
4. Vier Stücke Backpapier und vier Stücke Aluminiumfolie vorbereiten. (38 x 21 cm)
5. Teig in vier gleich große Portionen teilen.
6. Zu 15 cm lange Würstchen ausrollen.
7. In Backpapier einwickeln und die Enden gut verschließen. Dann Folie drumwickeln.
8. Einen großen Topf mit Dämpfeinsatz und Wasser vorbereiten. Wasser zum Kochen bringen.
9. Würste hineinlegen, Deckel drauf, Hitze etwas reduzieren und Würste 50 Minuten dämpfen.
10. Die Würste aus dem Topf nehmen und in der Verpackung abkühlen lassen.
11. Am besten über Nacht in den Kühlschrank legen, das verbessert die Textur und den Geschmack.
12. Alle Zutaten für die Sauce verrühren.
13. Würste in Scheiben schneiden und in ca. einem EL Öl anbraten.
14. Dann mit Sauce und Pommes servieren.

*Für das Pilzpulver ca. 30 g getrocknete Steinpilze in eine Kaffeemaschine mit Schlagmalwerk geben und pulverisieren. Reste in einem gut verschlossenen Glasbehälter aufbewahren und zu Saucen oder Suppen geben.

 

16 Comments

  • I am glad I finally found time to read this (had a few false starts). It is really thoughtful about a difficult subject. I am a vegetarian raising my child vegetarian with an omnivore partner so I relate to some of this. It seems very natural to me and very challenging at times for her to be vegetarian. It is hard having the conversations about meat because she needs to learn how nuanced it is so she does not make others feel uncomfortable about their choices. Yet we need some honesty about our own lifestyle.

    I was really pleased with the two places she had for child care that they offered vegetarian meals – however the reality was that I often felt it was similar to the meat meals with a fraction of the protein – and I had a few conversations about this to no effect. And I feel like it is good for her to understand that a lot of people around her will eat meat. Now she is at school there always seem to be vegetarian options – even vegetarian sausages at a bbq. Sounds like the meat culture in Germany is more entrenched. I think multiculturalism has helped make Australian understand the idea of difference. There are a lot of kids with halal diets at her school. (I was pleased to hear this means they are not keen on kids bringing in lollies for birthdays because of the gelatine in them.)

    Your currywurst sounds great – I have made this gluten flour sort of sausage before and this makes me want to try it again with your seasonings. The mushroom powder is a great idea.

    • Mihl
      3 Jahren ago

      In Germany the dominant public opinion is that you’re harming your child if you raise them vegan. If you raise them vegetarian, many people question your decisions, too. People warn you about deficiencies and never keep in mind that vegan and vegetarian parents usually do a lot more research than omnivore parents. And yes, not only the meat culture in Germany is entrenched. People don’t like difference, especially not where I live.

  • […] same note, Seitan is My Motor wrote about her struggles with raising a kid vegan- hell vegetarian. She talks about why her kid isn’t vegan, and I support her decision as raising a kid with another person means […]

  • 3 Jahren ago

    This is an interesting read especially since Sayward from Bonzai Aphrodite did a video about raising her child vegan. I’m a vegan and my husband is mostly vegan (basically only eating meat/dairy/eggs at restaurants and family get togethers) We plan on having kids so the idea of raising my child vegan is a daunting one. Will I let my children eat meat at family get togethers? I think children should be raised to be open to try foods, will telling them not to eat meat and cheese enforce any picky eating tendencies? Will family members feed them non-vegan foods if they babysit them? When they get older will they recent vegan foods and create a love of „forbidden foods“? We live in an area that is pretty vegan friendly, but majority of the population eats a meat and cheese heavy diet. Anyways, I think you are finding some great middle ground with raising your children. I think sometimes people need black and white borders, but honestly marriage and raising children require some compromises.

    • Mihl
      3 Jahren ago

      Thanks for mentioning that video, I’ll check it out!
      My kid seems to be much less picky than the „normal“ eaters around her. I also do not approach the foods we don’t eat as forbidden foods. I try to word is as „we don’t eat“ rather than „we can’t eat“ and I tell my daughter that we don’t eat those foods for moral/ethical reasons. That seems to do the trick and she gets that theoretically she could eat them if she wanted to. I hope that makes sense?

  • Heike
    3 Jahren ago

    Hallo,
    danke für das Rezept und überhaupt für alles was Du mit uns teilst.
    Ich hab ne pratische Frage zu der Kochaktion der Würste: Legst Du die Teile direkt ins Wasser oder kommen die in den Einsatz und haben gar keinen Wasserkontakt?
    Vielen Dank für Deine Hilfe und viele Grüße
    Heike

    • Mihl
      3 Jahren ago

      Hallo Heike, die Würste werden im Dampf gegart, haben also keinen Kontakt mit dem Wasser.

  • Wonderful post! I’m not a parent myself, but spend a lot of time trying to be a positive influence for my nieces and nephew while their parents are meat eaters. And this recipe looks simply divine, wow. Thanks!

  • 3 Jahren ago

    forgot to add, would love to give these sausages a try for sure! Can’t wait!

    • Mihl
      3 Jahren ago

      That would be awesome!

  • 3 Jahren ago

    Such a thoughtful post, I find it so interesting that in so many parts of the world dietary restrictions are accommodated due to religion and food intolerances but not ethical/moral choices. Were you tempted to claim a dietary intolerance? At any rate, you sound like an incredibly thoughtful mother. We all have to make decisions that my not be optimal-for example i have to take medication that contains animal hormones for my thyroid. Other alternatives are not an option for me. I think there’s a place for doing the best we can.

    I know, having lived in Leipzig and now Berlin, that meat is a big part of the Deutsch diet and psyche for many people. I come from Australia originally where of course barbecues and sunday roasts are traditions and I’d like to think it was reasonably progressive to difference living in my greenie left wing bubble but then I see photos of what people are served in Australian hospitals when they ask for a vegan meal and I know I’m wrong.

    • Mihl
      3 Jahren ago

      No, I don’t think it’s helpful to lie about these things. I don’t think claiming a food intolerance if you don’t have one is the best way to go. I agree about making non-optimal decisions. Even if a medication is synthetic it for sure has been tested on animals. So in this case I’d always say you do what you have to do to stay healthy.

  • 3 Jahren ago

    Vielen Dank für die interessanten Einsichten. Mein Freund ist Fleisch, isst allerdings meistens vegan oder wenigstens vegetarisch (so lange wir in berlin sind, zumindest), findet Veganismus allerdings eigentlich richtig. Ich habe damit schon ziemlich starke Probleme. Ich könne mein Kind nicht unvegan ernähren, glaube ich. Allerdings klingt es in deiner Beschreibung nach einem logistischen Albtraum, da man sobald man die „Kontrolle“ über das Kind an jemand anderen abgibt solchen Schwierigkeiten ausgesetzt ist. Eine vollkommene Aufopferung deswegen kann kaum (und sollte auch nicht) erwartet werden. Für mich ist die Lösung einfach, denn ich möchte auf keinen Fall Kinder haben. Aber das ist natürlich nur eine persönliche Lösung. Die einzige Lösung die ich sehe ist eher eine gesellschaftliche, aber das kann man natürlich wiederum nicht alleine und nicht auf einen Schlag ändern.

    • Mihl
      3 Jahren ago

      Ich hoffe ja auch sehr auf eine gesellschaftliche Lösung. Eigentlich sind die Kindergärten, die vegetarische Ernährung anbieten, ja schon fortschrittlich. Vor ein paar Jahren hätte das ja noch jeder für Kindsmissbrauch gehalten. Ich denke, da wird sich bestimmt noch mehr tun – oder hoffe es.

  • 3 Jahren ago

    The currywurst and sauce look delicious Mihl!!

    At some point I’ll enter the world of parenting and I’ve always thought I’ll cross that bridge when I come to it. Having an omnivorous partner as well, I suppose we’ll end up with a very similar arrangement to yours – but we’ll see. You seem to be handling it very gracefully and finding a good balance between everything that there is consider.

    I really appreciated reading all of your thoughts about this – very grateful that you’re willing to share and I know that other people appreciate it as well.

    • Mihl
      3 Jahren ago

      Thank you! I hope you’ll find a solution that works for you when you get there!